11. Dezember 2018

LANDL-BUA

Erlakogel, 1.575 m


Der Erlakogel am Ostufer des Traunsees ist nur um gut 100 Meter niedriger als der Traunstein. Von der Ferne sieht er mit etwas Phantasie wie ein versteinerter Mädchenkopf mit wallendem Haar aus, deshalb nennt ihn der Volksmund auch gerne „Schlafende Griechin”. Unser Ausgangspunkt liegt in Rindbach, den man von Ebensee aus in östlicher Richtung nach etwa 1,5 km erreicht.

Der Weg hat die Nummer 421. Zuerst führt er über den Bach, dann an einigen Häusern vorbei zum Waldrand. Wir gelangen zu einer überhängenden, schräg ansteigenden Felswand mit Marterl und wandern dieser Wand entlang. In 1.000 m Höhe erreichen wir eine Forststraße und die zehn Hektar große Spitzlsteinalm (Bild). Die neu erbaute Hütte ist unbewirtschaftet, aber ein schöner Rastplatz. Ein Brunnen spendet erfrischendes Wasser. Am Fuße des Spitzlsteins findet man direkt neben dem Weg eine Tafel mit geologischen Informationen. Daneben erkennt man Gletscherschliffe aus der Eiszeit. Am oberen Rand der Alm passiert man den Weidezaun, dann folgt wieder Hochwald, in dem man noch einige Male die Forststraße quert. Dann führt der Wanderweg entlang des Bergrückens aufwärts. Wir erreichen eine Waldlichtung, wo im August ungewöhnlich viel Eisenhut blüht. Jetzt sehen wir auch schon den Gipfel. Es folgt eine Mulde, der Wald wird lichter, das Gelände teilweise felsig. Das letzte Wegstück ist baumfrei und steil, weshalb man mit Kindern achtsam sein sollte. Auf dem Gipfel steht seit 1988 ein kunstvolles Kreuz, das die Pfarre Puchheim errichtet hat. Eindrucksvoll ist der Blick auf den König Dachstein und in die Tiefe auf den Traunsee und nach Ebensee.

Die Wanderung von Rindbach auf den Erlakogel ist leicht. Für den Aufstieg über 1.150 Höhenmeter sollte man 3,5 Stunden einplanen. Der Abstieg führt über die Aufstiegsroute. Die Tour ist eine von 55 Routen im empfehlenswerten Buch von Hans Pilz „Zwischen Ötscher und Wildem Kaiser” (Ennsthaler Verlag). Im 1.411 m hohen Gasslkogel, dem östlichen Ausläufer des Erlakogels, befindet sich die bekannte Gassl-Tropfsteinhöhle. Ihr lohnender Besuch ist nur im Sommer und mit Führung möglich. Bietet sich als eigene Tagestour an.