18. Oktober 2017

AKTUELLES

„Sie sind schöner als ein Blumenstrauß!”

200 Chili-Sorten in Stiftsgärtnerei

Der „Klarlbau z‘ Blindendorf” zieht in der Stiftsgärtnerei Engelharstszell 200 verschiedene Chili-Sorten. Das scharfe Gemüse wird nun auch zu Schokolade verarbeitet. Bei der Gartenmesse in Wels wird sie erstmals präsentiert. Da werden die Besucher schön schauen.


Martin Mayer verwendet für seine Schokoladen nur beste Rohstofffe aus dem Landl. Sein Partner beim Chili-Schoko ist die Familie Stockenhuber aus Lambrechten. Nähere Informationen: www.conditorei-mayer.at und www.klarlbau.at

Hinter dem „Klarlbau” stehen ein Mann und eine Frau: Monika und Walter Stockenhuber bewirtschaften ihren Hof in Lambrechten und die gepachtete Stiftsgärtnerei in Engelhartszell. Das Ehepaar hat sich dem Erhalt alter Obst- und Getreidesorten verschrieben. Und es züchtet seit 20 Jahren Paradeiser und Chili. „Damals hat man uns mit zwei Fingern den Vogel gezeigt,” erinnert sich Walter Stockenhuber (46). Mittlerweile ist ihr Betrieb österreichweit einzigartig und genießt besten Ruf.

Jeweils etwa 200 Paradeiser und Chili-Sorten gedeihen auf den Anlagen der Stockenhubers, die in Martin Mayer einen kongenialen Partner gefunden haben. Der Konditorssohn aus Gaspoltshofen mit eigener Schokoladenerzeugung in Wels ist als Chocolatier immer auf der Suche nach hochwertigen, regionalen Zutaten für seine handgeschöpften Schokoladen. Für seine Kürbiskern-, Heidelbeer-, Landlbirn- und Alte Äpfel-Schokos bezieht er die Rohstoffe direkt von Produzenten aus dem Landl. „Ich kenne nicht nur die Lieferanten, sondern oft sogar die Bäume,” so der 35-Jährige.

Als neueste Kreation kommt jetzt Chili-Schokolade vom „Klarlbau” dazu. Premiere feiert sie ab 30. März bei der Gartenmesse in Wels. „Es wird in einer limitierten Ausgabe jeweils 500 Tafeln von drei verschiedenen Sorten geben, von sehr mildem Chili-Geschmack bis zu sehr scharf,” macht Mayer Gusto.

Der Chili-Schoko und Chili-Mehlspeisen werden Teil einer Chili-Sonderschau sein, bei der ein Geschmackspädagoge auch Chili verkochen wird, um zu „zeigen, wie Essen ohne Geschmacksverstärker schmecken soll und kann,” schwärmt Walter Stockenhuber. „Chili soll nur sein Aroma transportieren und den Geschmack des Gerichts unterstützen, aber nicht überdecken,” weiß der Experte.