05. September 2010

SPORT

Schwerer Sturz überschattete eine Wirtshausidee

Vier Fußballer krönten sich zu Glocknerkönigen


Die Glocknerkönige als Hello Kitty Racing-Team. Von links: Jürgen Hoffmann (2:32:25 Stunden), Wolfgang Dunzinger (2:09:33), Christian Haderer (2:37:07), Willi Hoffmann (2:06:57).

„Wir sind eigentlich Fußballer und vorher nie mit dem Rad gefahren. Das ganze war eine Wirtshausidee,” erzählt Willi Hoffmann. Der 34-jährige Obmann der Union Prambachkirchen und Amtsleiter von St. Thomas war sich mit Bruder Jürgen (32) und den Spezln Wolfgang Dunzinger (32) und Christian Haderer (30) rasch einig: „Wir wollen mit dem Rennrad den Großglockner bezwingen.”

Im März wurden die Räder gekauft. Dann gab es wöchentlich drei bis vier Trainingsfahrten in der bergigen Region um St. Agatha, im Mai eine Besichtigungsfahrt auf den Glockner und im Juni war es schon soweit: Das Prambachkirchner Quartett startete beim Glocknerkönig-Rennen für Amateure.

Von Bruck ging es 27 km auf den höchsten Gipfel Österreichs. Willi Hoffmann: „Die Atmosphäre bei 2.810 Teilnehmern war sensationell. Beim Start standen wir in einer 500 m langen Schlange.” 700 Radler kamen nicht innerhalb von fünf Stunden ans Ziel. Der Profi-Rekord steht auf 1:15 Stunden. Die vier radfahrenden Fußballer benötigten zwischen 2:06:57 und 2:37:07 Stunden. Die Freude über diese sehr gute Leistung wurde bei der Abfahrt getrübt. Christian Haderer platzte in einer spitzen Kurve der Vorderreifen. Beim Sturz zerbrach der Helm. Pechvogel Christian kam mit Abschürfungen und Gehirnerschütterung davon.