AKTUELLES
Gefährlicher Berg
Die Innviertler Straße (B 137) am Schallerbacher Berg ist das gefährlichste Straßenstück im Landl. Auf der 1,6 km langen Strecke haben sich in drei Jahren 16 Unfälle ereignet. Nun soll diese Gefahrenstelle entschärft werden. Eine Änderung der Fahrstreifenaufteilung ist geplant und soll 2011 vorgenommen werden.
27 Millionen Kilometer werden Tag für Tag auf Oberösterreichs Straßen zurückgelegt. Tendenz steigend! Obwohl der Straßenverkehr ständig zunimmt, gibt es eine erfreuliche Entwicklung: Der Blutzoll nimmt ab! Das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es viele Straßenabschnitte gibt, wo es laufend kracht.
Das unfallträchtigste Straßenstück im Landl ist der Schallerbacher Berg. Diesen zweifelhaften Ruf genießt die B 137 auf diesem Abschnitt seit Jahrzehnten. Zuerst gab es die Unfälle, weil das Bergstück kurvig und schmal war. Also wurde es ausgebaut. Trotzdem gehören hier schwere Unfälle weiter zum Straßenbild. Innerhalb von drei Jahren gab es gleich 16 Mal Unfallalarm.
„Die Unfälle passieren vor allem auf der Grieskirchner Seite des Berges, wo es trotz der vier Fahrspuren durch den vielen Schwerverkehr doch recht eng werden kann. Manche Autofahrer erschrecken sich, und es kommt zu Zusammenstößen,” weiß die Polizei.
Die Verkehrsabteilung des Landes will nun Abhilfe schaffen. Mit dem Sicherheitsbeauftragten der Bezirkshauptmannschaft sucht man nach Lösungsmöglichkeiten. Künftig soll es von Grieskirchen aus gesehen bergauf zwei und bergab einen Fahrstreifen mit doppelter Sperrlinie geben.
Bereits umgebaut wurde die Kreuzung auf der B 137 bei der Grieskirchner Stadteinfahrt. Dort zählte man in drei Jahren sieben Unfälle - das waren die zweitmeisten auf einer Landl-Straße. Platz 3 der gefährlichsten Landl-Straßen teilen sich die Nibelungen Straße (B 130) bei der Raabkreuzung in Eferding und die Brandstatter Straße (L 1219) bei der Ortseinfahrt von Aschach, wo es jeweils sechsmal krachte. Auch für diese Crash-Stellen befinden sich Entschärfungsmaßnahmen in Ausarbeitung.
Das landesweit gefährlichste Straßenstück ist übrigens die Braunauer Straße (B 147) in Mattighofen. Dort gab es innerhalb von drei Jahren auf einem 1,8 km langen Abschnitt nicht weniger als 75 (!) Unfälle. Im Vergleich dazu ist der Schallerbacher Berg eine relativ sichere Angelegenheit. In Mattighofen soll bis 2015 eine Umfahrung Besserung bringen.
Insgesamt gibt das Land jährlich 20 Prozent seines Straßenbaubudgets zur Entschärfung von Unfallhäufungspunkten aus. Heuer sind das an die 20 Millionen Euro, die in 40 Projekte fließen. Vorrang haben die Verbesserung der Verkehrsleitsysteme, die Umgestaltung von Knotenpunkten, Kreisverkehre und Maßnahmen zur Geschwindigkeitsreduzierung. Zu hohes Tempo ist nämlich die häufigste Unfallursache, gefolgt von Unachtsamkeit und Vorrangverletzungen.

