05. September 2010

AKTUELLES

„Bierkrieg”-Opfer

Der rund um die Landesausstellung ausgebrochene „Bierkrieg” zwischen der Grieskirchner Brauerei und Ritterbräu hat ein erstes Opfer gefordert. Der Obmann der Grieskirchner Stadtkapelle hat nicht ganz freiwillig seinen Hut genommen. Ihm stand sein Beruf im Weg.

Im „Bierkrieg” schäumen die Reaktionen über. Weil zum offiziellen Grieskirchner Landesausstellungsbier „2010” unter anderem die Neumarkter Ritterbräu mit dem „Ritter Kult” ein inoffizielles Ausstellungsbier auf den Markt brachte, sind sich die beiden Gerstensaftproduzenten seit längerem nicht sehr grün.

Ausbaden musste diese Animositäten Gerhard Weiss aus St. Georgen bei Grieskirchen, der seit März 2008 als ehrenamtlicher Obmann der Stadtkapelle Grieskirchen fungierte und als Verkaufsleiter bei Ritterbräu beschäftigt ist. Diese Doppelfunktion wurde dem 51-Jährigen von mehreren Seiten vorgeworfen, sodass der Stabführer schließlich als Obmann der Kapelle zurücktrat. In einem offenen Brief an die Musikerkollegen führt er an, „dass ich beruflich sehr stark eingespannt bin.” Er verschweigt darin aber auch nicht, dass „es auch durch meine berufliche Tätigkeit immer wiedere Kritik in Grieskirchen gibt und ich möchte natürlich der Stadtkapelle nicht schaden.”

Bürgermeisterin Maria Pachner: „Ich war von der Entscheidung sehr überrascht und möchte keinen Wirbel im Musikverein. Mit Gerhard Weiss habe ich sehr gut zusammengearbeitet.”