22. Mai 2012

AKTUELLES

Der ganze Bezirk Grieskirchen erlebt Aufbruchsstimmung

Landl im Ausstellungsfieber: 200.000 Gäste als Minimalziel


„Durch die Natur zur Kultur - auf den Spuren der Jörger” heißt ein Themenweg, der von der Manglburg in Grieskirchen nach St. Georgen führt und von der HTL Grieskirchen gestaltet wurde.

„Renaissance und Reformation” klingt nur auf den ersten Blick ein wenig trocken. Ist es aber nicht. Die von der Landesausstellung thematisierte Epoche spiegelt nämlich den Aufbruch in die Neuzeit wider. „Damals hat eigentlich die Globalisierung begonnen. Ein Beispiel dafür sind die großen Entdeckungsfahrten, etwa eines Christoph Columbus,” sagt der Historiker Univ. Prof. Dr. Karl Vocelka als wissenschaftlicher Leiter der Landesausstellung. In der Renaissance, im 15.und 16. Jahrhundert, hat man das Mittelalter hinter sich gelassen. Neue technische Erfindungen und neue naturwissenschaftliche Erkenntnisse haben das Tor zur Neuen Welt aufgestoßen. Davon erzählen unter anderem die große Schau im Schloss Parz sowie der Kometor und die astronomische Ausstellung im Schloss Peuerbach.

Auch die Reformation ist kein österreichisches Randthema, obwohl ihr noch nie eine so umfassende Ausstellung gewidmet worden ist. „In Oberösterreich waren 100 Jahre lang 80 bis 90 Prozent der Menschen protestantisch,” erklärt Ulrike Eichmeyer-Schmid vom Evangelischen Museum in Rutzenmoos. Wallern und Tollet waren einst Hochburgen des Protestantismus. Wallern ist auch heute noch eine der größten evangelischen Gemeinden im Land. Wallern und Tollet liefern beeindruckende Ausstellungen zu ihren historischen Wurzeln. Auch Gemeinden wie Pram und St. Georgen bei Grieskirchen haben sich attraktive Begleitprogramme einfallen lassen.

Die Landesausstellung dauert bis 7. November und wird von großer Euphorie begleitet. „Wir erwarten uns mehr als 200.000 Besucher und eine Wirkung über die Region hinaus,” sagt Grieskirchens Bürgermeisterin Maria Pachner. Ihr Amtskollege Wolfgang Oberlehner aus Peuerbach meint: „In Peuerbach hat am 30. April um 10 Uhr eine neue Zeitrechnung begonnen.” Da wurde der Kometor eröffnet.