22. Mai 2012

AKTUELLES

Bauer baute alte Gedenkstätte neu

„Traum-Kapelle” wurde Realität


„Um 7 Uhr fuhr er fort, und um 8 Uhr war er an einem anderen Ort!” Unter diesem Titel hielt sich in Taufkirchen an der Trattnach über Jahrhunderte eine Legende, wonach ein Bauer im Jahr 1550, kurz nachdem er seinen Hof verlassen hatte, mit dem Pferdegespann tödlich verunglückte. Seine Angehörigen ließen am Unglücksort, beim Haus Helmling 1, eine Kapelle errichten.

Die Liegenschaft wechselte im Laufe der Zeit mehrmals den Besitzer. Der jetzige Eigentümer ist der Landwirt Herbert Fürthauer, dessen Vater Johann 1958 die Überreste der uralten, verfallenen Gedenkstätte beseitigte. 50 Jahre später eschien seinem Sohn im Traum die alte Kapelle in hellem Licht, und er konnte einen Teil des Innenraums klar erkennen. Dieses Erlebnis beeindruckte Herbert Fürthauer so sehr, dass er am traditionellen Ort eine neue, wunderschöne Dreifaltigkeitskapelle (Bild) errichten ließ.

Die künstlerische Gestaltung stammt von Heidelinde Staudinger aus Neumarkt/H., die schöne Schmiedeeisenarbeit von der Kunstschmiede Bruckbauer in Kallham. Die feierliche Eröffnung ist am 30. Mai (19.30 Uhr).