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Keine Förderungen für Welser Umweltpionier
Die Oberösterreicher haben ein offenes Ohr für alternative Energie, und sie sind auch bereit, dafür Geld in die Hand zu nehmen. „Der Umstieg von Öl auf Pellets boomt in Oberösterreich wie sonst nirgendwo. Seit 2003 wurden insgesamt 80.000 Förderungen für die Energiewende ausbezahlt,” zieht Umweltlandesrat Rudi Anschober eine stolze Bilanz. Sebastian Menges aus Wels kostet das ein müdes Lächeln. Der 67-jährige Pensionist und Umweltpionier läuft mit seinen Förderungsansuchen seit 15 Monaten gegen eine Behördenwand.
Menges hat 140.000 Euro in die energietechnische Sanierung seines 40 Jahre alten Hauses in Wels-Pernau gesteckt. Unter anderem ließ er in seinem Keller für 34.900 Euro die erste „Sunmachine” Oberösterreichs installieren. Sie nahm am 15. Oktober 2008 den Betrieb auf und funktioniert so: „Das Wunderwerkl”, so Menges, wird mit Pellets befeuert, die entstehende Wärme treibt einen Stirling-Motor an, der Strom erzeugt. Das Kleinkraftwerk heizt das Haus und sorgt für Warmwasser, der überschüssige Strom wird ins Netz des Welser E-Werks eingespeist.
An Förderung für Umstellung auf Alternativenergie hat der Umweltpionier noch keinen Cent bekommen. Auch die Anerkennung seines Stroms als Ökostrom wurde ihm versagt. Das kostet ihn zehn Cent pro Kilowattstunde und etwa 400 Euro im Jahr.
Im Anschober-Ressort verschanzt man sich hinter einer komplizierten Gesetzeslage und fordert von Menges neue technische Gutachten, „ehe er selbstverständlich die Förderinstrumente des Landes in Anspruch nehmen kann.” In Niederösterreich wird eine „Sunmachine” mit 3.000 Euro gefördert.

