22. Mai 2012

LANDLER/IN DES MONATS

Bernhard Zauner


Im Bezirk Eferding hat das Skispringen eine lange Tradition. Schon zu Beginn der 1930-er Jahre fuhren und sprangen einige Wagemutige die steilen Hänge am Fuße des Schaunburgerwaldes hinunter und kamen schließlich auf die Idee, einen Springerverein zu gründen. Er ist der älteste in Oberösterreich - und das Skispringen fand bis heute im Eferdinger Becken eine fruchtbare Heimat.

Der internationale Durchbruch der Springer aus dem eher flachen Landl hängt an einem Namen: Bernhard Zauner. Er gehörte 1978 zu den ersten Hinzenbachern, welche die Aufnahmeprüfung in das Internat der Schule für Skisportler in Stams bestanden. Vier Jahre später gewann der 17-jährige die Bronzemedaille bei der Junioren-Weltmeisterschaft. Damit war Hinzenbach in der Weltspitze des Sprungsports angekommen.

Zauner gewann in der Folge einige Europacupspringen und andere internationalen Bewerbe, musste aber 1986 mit nur 21 Jahren verletzungsbedingt seine aktive Karriere beenden. Eine der schönsten Erinnerungen daran „ist ein 28. Platz am Bergisel in Innsbruck im Rahmen der Vierschanzentournee,” so der Stroheimer.

Vom Skispringen losgekommen ist Bernhard nie - zum Glück für den Hinzenbacher Verein, der in den 1990er Jahren mit Werner Rathmayr sogar mehrere Weltcupsiege feierte. Bernhard Zauner übernahm 1997 von seinem Vater die Obmannschaft des Klubs und trieb den Ausbau der Sprunganlage und die Nachwuchsarbeit gezielt voran. Der Vater zweier Töchter im Alter von 17 und 20 Jahren hat deshalb großen Anteil daran, dass Michael Hayböck aus Thening als eines der größten Talente seines Vereins kürzlich Doppelweltmeister bei den Junioren wurde.

Bleibt zu hoffen, dass Bernhard Zauner, der beruflich im Landeskriminalamt bei der Spurensicherung arbeitet, noch lange der Spur des heimischen Skisprungs folgt. Hals und Beinbruch, Bernhard Zauner und seinen Adlern!