22. Mai 2012

TIERE

So gefinkelt überstehen Tiere einen kalten Winter

Der Marienkäfer hat Frostschutz im Blut

Schnee, Frost, eisiger Wind: Einen großen Teil unserer Wildtiere lassen sinkende Temperaturen völlig kalt. Sie überstehen den Winter problemlos, weil sie Winterschlaf halten oder in Winterstarre fallen. Besonders gefinkelt trotzen Insekten wie der Marienkäfer der Kälte.

Wenn die Quecksilbersäule in den Keller rutscht, schrauben auch Säugetiere ihre Betriebsamkeit runter. Viele überbrücken die ungemütliche Jahreszeit im Winterschlaf. So verbraucht man kaum Energie. Wenn im Frühling die Temperatur wieder steigt, wachen diese Gesellen quietschvergnügt auf.

Nicht ganz so einfach, aber umso beeindruckender funktioniert das Überwintern bei den Insekten. Sie erstarren zu eisigen „Gebilden”, erfrieren aber nicht. Dieses „Wunder” verdanken sie einem Frostschutzmittel im Blutkreislauf. „Im Blut der Insekten gibt es eine Substanz, die das Platzen der roten Blutkörperchen verhindert, auch wenn es noch so kalt ist,” erklärt „Landl”-Tierarzt Dr. Peter Kollmann aus Gaspoltshofen.

Dieser Frostschutz rettet auch den Marienkäfer. Diese Tiere scharen sich in großen Mengen unter Laub, Steinen oder in Ritzen, wo sie erstarren. Dank der Gruppen-Überwinterung sparen sich die Käfer im Frühjahr die Partnersuche.

BÄR


BÄREN in ihrem wärmenden Pelz sind auch Winterschlafmützen. Die zotteligen Räuber sind zwar in unseren Breiten seltene Gäste, doch hin und wieder durchstreift einer den gebirgigen Süden des Landes.

TAGPFAUENAUGE


TAGPFAUENAUGEN überwintern als Falter ebenfalls in einer Kältestarre, andere Schmetterlinge als Raupen oder Puppen.

EICHHÖRNCHEN


EICHHÖRNCHEN halten in ihrem Nest eine Winterruhe. Bei schönem Wetter wacht der kleine Nager aber vorübergehend auf, und man sieht ihn dann auch im Winter durch die Gegen hopsen.

SIEBENSCHLÄFER


SIEBENSCHLÄFER verschlafen eingerollt auf ihrem Laublager in Erdlöchern oder Scheunen mehr als das halbe Jahr.

IGEL


IGEL sind wohl die bekanntesten Winterschläfer. Sie brauchen ein Mindestgewicht von 750 Gramm, um den Schlaf zu überleben.

FLEDERMAUS


FLEDERMÄUSE sind Winterschläfer. Als Schlafplatz suchen sich die Flattermänner alte Gebäude und Höhlen aus, in denen es nicht kälter als ein bis zwei Grad wird.

FROSCH


FRÖSCHE vergraben sich im Schlamm oder in kleinen Höhlen und erstarren. Ihr Körper wird dabei genauso kalt wie die Umgebung und überstehen so den Winter.

HECHT


HECHTE kennen auch eine Art Winterstarre. Sie nehmen die Temperatur des Wassers an und bewegen sich kaum.