22. Mai 2012

AKTUELLES

Jeden Freitag Sturm auf Sammelzentren

500 Kilogramm Müll pro Kopf und Jahr

Altstoffsammelzentren (ASZ) haben sich zu einer der wichtigsten Gemeindeeinrichtungen überhaupt entwickelt. Allein im Bezirk Grieskirchen wurden dort im Vorjahr 30 Prozent des gesamten Abfalls abgegeben. Darunter waren etwa 15.000 Bildschirmgeräte, das sind viermal mehr als noch vor zehn Jahren.


Ing. Rudolf Pichler

„Umfragen zeigen, dass bei der Wahl der beliebtesten Gemeindeeinrichtung Altstoffsammelzentren an erster Stelle liegen, noch vor dem Kindergarten,” weiß Ing. Rudolf Pichler. Der 40-jährige aus Wendling ist Sekretär des Bezirksabfallverbandes Grieskirchen und seit dessen Gründung im Jahr 1991 dabei. In diesen knapp 20 Jahren hat die Abfallwirtschaft eine enorme Entwicklung genommen. „Heute werden bereits 75 Prozent des Gesamtabfalls wieder verwertet und nur noch 25 Prozent Restmüll in Wels verbrannt,” so Pichler.

Im Bezirk Grieskirchen fallen jährlich insgesamt 30.000 Tonnen Müll (Hausabfall, Sperrmüll, Biotonne, Altpapier, Altglas…) an. Das sind 500 Kilo pro Kopf. Etwa 175 Kilo davon bringen die Grieskirchner in die Altstoffsammelzentren. Im Vorjahr waren das insgesamt 10.500 Tonnen. Vor zehn Jahren waren es noch 3.000 Tonnen gewesen.

Insgesamt kann man in den ASZ 80 verschiedene Alt- und Problemstoffe abgeben. Ein großer Teil entfällt auf den Elektroschrott. So wurden 2009 in den Grieskirchner ASZ etwa 15.000 Bildschirmgeräte mit einem Gesamtgewicht von 140.248 Kilo entsorgt. 1999 ware es hingegen nur 30.000 Kilo. Die Entsorgung ist prinzipiell gratis. Lediglich für Altreifen muss man noch bezahlen, und zwar 1,50 Euro pro Stück ohne Felge und 4 Euro mit.

Kürzlich wurde in Wallern und Gaspoltshofen die jüngsten ASZ in Betrieb genommen. Rudolf Pichler: „Damit haben wir mit neun derartigen Einrichtungen die Vollversorgung im Bezirk erreicht. Künftig wird es bei Bedarf nur noch Erneuerungen und Erweiterungen an den bestehenden Standorten geben.” Alle aktuellen Standorte sind auf der Seite 2 aufgelistet.

Bis zu 800 ASZ-Kunden pro Tag


Wallern (Tel. (07249/42927, Bild) und Gaspoltshofen (07249/42927) sind die zwei jüngsten und letzten Alststoffsammelzentren im Bezirk Grieskirchen.

In den neun Altstoffsammelzentren (ASZ) des Bezirks Grieskirchen arbeiten 25 Teilzeitbeschäftigte. Vorwiegend sind es Frauen und Landwirte. Am meisten haben die Mitarbeiter freitags zu tun. Da werden 700 bis 800 Kunden pro ASZ gezählt. Hier die neun ASZ-Standorte im Bezirk Grieskirchen: Grieskirchen (erhielt für seine Architektur den OÖ-Holzbaupreis 2009), Steegen, Kallham, Waizenkirchen, Taufkirchen an der Trattnach, Pram, Wallern, Gaspoltshofen und Weibern. In Weibern befindet sich quasi die Mutter aller Altstoffsammelzentren Oberösterreichs. Es wurde als erstes ASZ im Jahr 1988 eröffnet. Aktuell gibt es in ganz Oberösterreich 150 derartige kommunale Einrichtungen.