22. Mai 2012

AKTUELLES

Zwei Ehepaare aus Schlüßlberg und Waizenkirchen bei OÖ-Ideenwettbewerb ausgezeichnet

Bauernfamilien aus dem Landl als Vorbilder im Naturschutz

Das Landl ist reich an findigen Landwirten. Das bewies auch der erstmals durchgeführte Landeswettbewerb „Naturschutz aus Bauernhand”. Dabei wurden zwei Ehepaare aus Schlüßlberg und Waizenkirchen als wahre Naturschutz-Pioniere preisgekrönt. Nun läuft dieser Ideenwettbewerb zum zweiten Mal.


Ingrid und Josef Strasser aus Waizenkirchen vor dem Feuchtbiotop auf ihrem schönen Bio-Bauernhof.

Erika (54) und Josef Malzer (60) aus Schlüßlberg sowie Ingrid (48) und Josef Strasser (49) aus Waizenkirchen haben eine gemeinsame Leidenschaft: die Liebe zur Natur und zum Schutz der Umwelt. Beide Ehepaare leben diese Leidenschaft auch schon seit vielen Jahren aus. Sie gelten mit Recht landesweit als Pioniere des Bio-Landbaus, die immer wieder mit innovativen Ideen aufhorchen lassen, was auch schon viele Auszeichnungen zur Folge hatte.

Die jüngste Anerkennung brachte der im Vorjahr von der Naturschutzabteilung des Landes erstmals ausgeschriebene Ideenwettbewerb „Naturschutz aus Bauernhand”, der in den Kategorien „Gut gemacht” und „Gut gedacht” Projekte aus Praxis und Theorie prämierte. Die Malzers und Strassers sind erfahrene Leute der Praxis und wurden daher in der Naturschutzkategorie „Gut gemacht” verdientermaßen unter die drei Preisträger gereiht.

Bei Erika und Josef Malzer war für die Jury ausschlaggebend, dass das Ehepaar rund um seinen Bio-Bauernhof etwa 500 alte Obstbäume hegt und pflegt und dabei die Wiesen und Hänge gemeinsam mit Sohn Thomas (34) nach alter Tradition mit der Sense mäht. Um das Interesse an der alten Sense zu schärfen, veranstalten die Malzers seit Jahren Mähkurse, Mähfeste und Mähwettbewerbe. „Dazu kommen Menschen aus allen Himmelsrichtungen, um zu lernen, Erfahrungen auszutauschen und Freundschaften zu schließen,” freut sich Josef Malzer.

Ingrid und Josef Strasser haben ihre Landwirtschaft schon 1990 auf Biobetrieb umgestellt. Auf ihrem Hof findet sich Natur pur. Besonders auffällig sind umfang- und artenreiche Heckenanlagen, die ein Paradies für Insekten und Vögel darstellen. Das gilt auch für ihr großes Feuchtbiotop. Außerdem reinigen die Strassers seit zwei Jahren ihre Abwässer in einer betriebseigenen Pflanzenkläranlage und produzieren mittels Photovoltaik selbst Strom. „Mit diesem Strom laden wir unter anderem unser Elektroauto auf, mit dem wir unser selbstgebackenes Brot zu den Kunden bringen,” erzählt Ingrid Strasser.

Der Ideenwettbeewerb „Naturschutz aus Bauernhand” wird heuer zum zweiten Mal veranstaltet. Neu ist dabei die dritte Kategorie „Gut gelernt” für pfiffige Jugendliche. Einsendeschluss: 26. Februar. Es winken schöne Geld- und Sachpreise.