LANDLER/IN DES MONATS
Ernst Wimmer
Landler des Monats

Der pensionierte Hauptschullehrer und -direktor Ernst Wimmer (Bild) aus Neumarkt im Hausruckkreis ist mit seinen 60 Jahren ein äußerst lebendiger und sympathischer Teil der bewegten Schulgeschichte seiner Heimatgemeinde und der ganzen Region. Seinem Antrieb ist auch die höchst lesenswerte Festschrift zur Feier „70 Jahre Hauptschule Neumarkt” zu verdanken. Ein Zeitdokument, das Bände spricht.
Ernst Wimmer ist ein Energiebündel. Vierzig Jahre lang stand der gebürtige Neumarkter in der Klasse, um Mathematik, Geschichte und Turnen zu unterrichten. Der beliebte Hauptschuloberlehrer hat aber nicht nur gelehrt, sondern schon in frühen Jahren gelernt, sich zu engagieren. Der begeisterte Sportler spielte Fußball und war 25 Jahre lang im Vorstand des örtlichen Sportvereins tätig, er gehörte dem Kirchenchor an, saß im Gemeinderat und hob 1980 die Gemeindebücherei aus der Taufe. Sie mauserte sich unter Wimmers Leitung zu einem Bibliotheks-Hit mit großartigen Entlehnzahlen.
Wimmer kennt sich nicht nur in der Geschichte hervorragend aus, er ist selbst Teil der Neumarkter Schulgeschichte. Als Bub besuchte er noch die alte Hauptschule in Kallham, „und ich durfte ein Gedicht aufsagen, als 1961 der Hauptschulneubau in Neumarkt eröffnet worden ist.” Nach der Lehrerausbildung unterrichtete Wimmer zwei Jahre in Altheim, ein Jahr in Braunau und sechs Jahre in Neukirchen/Walde, ehe er 1977 als Lehrer in die Hauptschule Neumarkt zurückkehrte, wo er von 2003 bis 31. März dieses Jahres als Direktor wirkte. Seine letzte Fleißaufgabe als Lehrer absolvierte Wimmer mit den Vorbereitungen für das 70-Jahr-Jubiläum „seiner” Schule. Mit dem engagierten Lehrerkollegium sorgte er für die Gestaltung der Schulchronik, die sieben Jahrzehnte vorbildlich aufarbeitet. Auch die Idee zu einem der größten Klassentreffen im Lande stammt von ihm (mehr auf S. 14/15).
Im Ruhestand kümmert sich der Vater dreier Töchter leidenschaftlich um den Garten, den Gattin Hedi als „seine Plantage” bezeichnet. Hedi Wimmer, selbst lange in der Erwachsenenbildung und jetzt im Landesschulrat tätig, zeigte immer Verständnis für die Aktivitäten ihres Gemahls. Bei der Erinnerung an seine Radtouren, die ihn mit seinem Freund Alois Gahleitner (70) aus Grieskirchen durch halb Europa führten, wird ihr aber ein wenig mulmig: „Da waren ganz schöne Abenteuer dabei.” Immerhin ritten Ernst und Alois schon vor Jahrzehnten auf ihren Drahteseln bis Troja (Türkei), Skandinavien, Gibraltar, England… Da bleibt nur eine Note: „Sehr gut!”

