22. Mai 2012

GESUNDHEIT

Kolumne GESUND BLEIBEN vom Mag. Wolfgang Rizy

Venen brauchen Pflege, um Problemen vorzubeugen


Mag. Wolfgang Rizy, Dreifaltigkeitsapotheke Grieskirchen

Eines vorweg: Venenprobleme entstehen schleichend, über Monate und Jahre hinweg. Erste Warnsignale können geschwollene Knöchel sein. In der warmen Jahreszeit spürt man sie dann, die schweren Beine. Ziehender Schmerz in den Beinen und Schwellungen, das sind die spürbaren Anzeichen von Venenproblemen.
Die Hauptursache ist oft eine angeborene Bindegewebsschwäche. Die Venenwände sind nicht elastisch genug, überdehnen sich im Laufe der Zeit und lassen das Blut teilweise in den Beinen „versacken”. Der Blutstau schadet den Venenwänden. Flüssigkeit dringt in benachbartes Gewebe ein - Schwellungen sind die Folge. Nur Bewegung garantiert eine reibungslose Funktion. Auch jedes Kilo zu viel belastet die Venen, ebenso übermäßiger Nikotin- und Alkoholgenuss, sowie die Einnahme der Pille.
Meist ist es sinnvoll, bestehende Beschwerden mit Arzneimitteln auf pflanzlicher Basis zu behandeln. Die Kompressionstherapie mit Spezialstrümpfen kann auch in fortgeschrittenen Stadien die Beinbeschwerden lindern und einer Verschlimmerung des Venenleidens vorbeugen. Durch die Kompressionsstrümpfe werden die oberflächlichen „defekten” Venen abgedrückt, so dass das Blut über das tiefe Venensystem zurück zum Herzen fließt. Da Kompressionsstrümpfe nur die Beschwerden lindern, nicht jedoch ihre Ursache beheben, müssen sie täglich getragen werden.

 „Stress” für die Venen ist Wärme: Unter ihrem Einfluss erweitern sich die Venen, die Strömungsgeschwindigkeit des Blutes verlangsamt sich und selbst noch intakte Venenklappen werden undicht. Umgekehrt verengt kaltes Wasser die Venen, so dass weniger Blut in den Beinen versackt. Deshalb sind kalte Güsse eine Wohltat bei dicken Füßen.

Hier einige hilfreiche Ratschläge
Pflanzliche Venenmittel auf der Basis von Rosskastanie, Ruscus-Präparate und Mittel mit rotem Weinlaub dichten die Venenwände ab, so dass weniger Flüssigkeit in das Gewebe austreten kann. Für alle diese Mittel gilt: Sie können sowohl zur Vorbeugung als auch zur Behandlung einer Venenschwäche eingesetzt werden. Allerdings ist eine dauerhafte Einnahme erforderlich.
Ein weiterer Tipp - auch zur Vorbeugung für alle, die noch keine Venenprobleme haben: Die Beine täglich mit kaltem Wasser abduschen. Dabei sollte man den Wasserstrahl von den Füßen langsam aufwärts führen, einmal an der Außenseite, einmal an der Innenseite der Beine entlang.