22. Mai 2012

LANDLER/IN DES MONATS

Walter Zauner

Wenn sich am 27. April 2010 im Schloss Parz der Vorhang für die Landesausstellung „Renaissance und Reformation” öffnet, wird Walter Zauner sicher nicht im Rampenlicht stehen. Und das ist ihm nur allzu Recht! Zauner ist kein Mann, der die Scheinwerfer sucht, sondern bescheiden im Hintergrund bleibt, wo er seinem Organisationstalent freien Lauf lässt.

Der gebürtige Grieskirchner ist ein Glücksfall für die Landesausstellung: Er kennt die Region wie seine Westentasche, hat einen feinen Sinn für Kultur und viel Gespür für Kommunikation. Daher laufen bei ihm und in seinem Bürocontainer am Grieskirchner Kirchenplatz alle Koordinationsfäden zusammen. Probleme? Sowas kennt der 63-jährige nicht. „Schwierig ist alles oder nichts,” lacht Zauner. „Geht nicht, gibt’s sowieso nicht. Und weil wirklich alle aunzahn, ist auch alles auf Schienen,” streut der Tausendsassa Rosen.

Vor allem die Zusammenarbeit mit der Landeskulturdirektion, den Ausstellungsgestaltern, den Bezirks- und Stadtbehörden sowie mit Wallern und Peuerbach, wo auch Ausstellungsschwerpunkte zu sehen sein werden, sei hervorragend, so Zauner: „Die Landesschau ist eine einmalige Chance für uns. Wir haben keine Berge oder Seen, aber viele Kleinodien, die wir nachhaltig präsentieren wollen, damit der touristische und wirtschaftliche Erfolg über 2010 hinaus anhält.”

Der Ex-Postbedienstete, dem der Aufbau moderner Zustellbasen oblag, trat vor fünf Jahren in den Ruhestand, der nie einer war. Seit drei Jahren beschäftigt den zweifachen Vater die Landesausstellung, außerdem organisiert er den publikumswirksamen Grieskirchner Adventkalender, ist Mitglied im Kulturforum und im Forum Stadtentwicklung. Damit nicht genug: Der begeisterte Musiker leitet die Grieskirchner Stubenmusi und das - nomen est omen - Sängerquartett „Flexibile”. Gattin Edith kennt ihren umtriebigen Walter und akzeptiert, dass sich „heuer wahrscheinlich kein Urlaub ausgeht.” Dafür sollen nächstes Jahr über 200.000 Besucher nach Grieskirchen kommen. Auch Dank Walter Zauner!