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Grieskirchner Maturanten als Pioniere
HTL-Schüler lösen Firmenprobleme
Was ihre Ausbildung betrifft, stehen die Schüler der HTL Grieskirchen mit beiden Beinen im Leben. Das beweisen die Diplomarbeiten der heurigen Maturanten. Die Wirtschaft reißt sich um die dabei entwickelten, äußerst praxisnahen Problemlösungen.

Die ROFL-Erfinder und „Best of Economy”-Preisträger (v. l.): Bernhard Sattmann, Daniel Dirnberger, Projektentwickler DI Peter Anzenberger, Thomas Strasser und Alexander Zahrer.
Non scholae, sed vitae discimus, sagt der Lateiner: „Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir!” Genau das gelingt den Professoren und Schülern der HTL Grieskirchen offenbar trefflich, wie die Diplomarbeiten der heurigen Maturanten unterstreichen. Die Schüler entwickelten wirtschaftlich so überzeugende Lösungen, dass sich bereits Firmen dafür interessieren.
Den Vogel abgeschossen haben vier Maturanten mit ihrem Forschungsprojekt ROFL. Hinter diesem Kürzel versteckt sich die „Routenoptimierung für Lieferanten”. In schwierigen Zeiten für viele Unternehmen ein wirtschaftlicher Überlebensbaustein. Daniel Dirnberger aus Wels, Bernhard Sattmann aus Fraham, Thomas Strasser aus Tumeltsham und Alexander Zahrer aus Neuhofen bei Ried haben mit ROFL die optimale Routensteuerung für eine Fahrzeugflotte unter der Berücksichtigung von Zeitfenstern errechnet.
Ihre Diplomarbeit wurde vom Absolventenverein der HTL Leonding mit dem jährlich ausgeschriebenen „Best of Economy”-Award ausgezeichnet.
Dieser Preis ging bereits zum zweiten Mal an die HTL Grieskirchen. „Das bestätigt unseren Weg, EDV und Organisation wirklich ernst zu nehmen. Wir betrachten die Informatik an unserer Schule nicht als Selbstzweck, sondern immer auch im Zusammenhang mit wirtschaftlichen Aspekten,” erklärt Dipl. Ing. Peter Anzenberger, der ROFL initiierte und gemeinsam mit seinem Lehrerkollegen Dipl. Ing. Klaus Aigner betreute.
Zwei Betriebe aus der Privatwirtschaft konnten bereits als Kunden für das Routenprogramm der Grieskirchner Maturanten gewonnen werden. Weitere Firmen interessieren sich für diese Innovation, unter anderem aus dem Bereich der Krankenhauslogistik.
Auch einige andere Diplomarbeiten versprechen großen praktischen Nutzen. Dazu gehört beispielsweise „Parkmatik - ein innovatives Parksystem zur gerechten Parkgebührenabrechnung”, das jeder Autofahrer begrüßen würde. Drei Schüler erarbeiteten ein Marketingkonzept für die Genossenschaft „Traunsteinkernöl”, andere entwickelten eine Verwaltungssoftware für Disposition, Angebots-erstellung und Reparaturprotokollierung, ein anderes Team beschäftigte sich mit Verwaltungssoftware für Sägewerke zur Hilfestellung täglicher organisatorischer Arbeiten.
Insgesamt treten von 22. bis 25. Juni 43 Schüler der HTL Grieskirchen zur Matura an, darunter vier Mädchen. Für 26. Juni ist die Maturafeier geplant. Sie ist angesichts der Diplomarbeiten höchst verdient.

