22. Mai 2012

GESUNDHEIT

Kolumne von Mag. Wolfgang Rizy

Gegen trockene Haut ist ein Kraut gewachsen


Mag. Wolfgang Rizy, Dreifaltigkeitsapotheke Grieskirchen

Oenethera biennis L. - auch als gemeine Nachtkerze bekannt, pflegt trockene Haut und hilft Trockenheitsfältchen vorzubeugen.

Das Öl der Nachtkerze ist reich an ungesättigten Fettsäuren, darunter besonders Cis-Linolensäure, die im menschlichen Körper zu Gamma-Linolensäure umgewandelt wird. Gamma-Linolensäuren gehören zu den epidermalen Lipiden, welche Bestandteile der natürlichen Barriereschicht der Haut sind. Diese Barriere schützt die Haut vor äußeren Einflüssen, bewahrt sie vor dem Verlust wertvoller Feuchtigkeit und Austrocknung und erhält sie so gesund.

Ein Mangel an essentiellen Fettsäuren wie der Gamma-Linolensäure lässt diese Schutzbarriere brüchig werden und führt so zu Spannungsgefühlen, Trockenheitsfältchen und schuppender Haut. Seine besondere Zusammensetzung macht Nachtkerzenöl daher so wertvoll und wirksam zur Pflege von trockener Haut und zur Vorbeugung von Trockenheitsfältchen. Darüber hinaus kann es entzündliche Prozesse der Haut positiv beeinflussen.

Das Öl der Nachtkerze kann sowohl innerlich als auch äußerlich angewandt werden. Besonders Neurodermitiker können vom Nachtkerzenöl profitieren, da es der Haut Geschmeidigkeit verleiht und die stark geschädigte Schutzbarriere unterstützt und stärkt. Auch bei trockener Haut auf Grund hormoneller Umstellung kann Nachtkerzenöl sehr gut zur Pflege und Jungerhaltung eingesetzt werden, da aus Trockenheitsfältchen leicht größere Falten entstehen.

Da bei vielen Menschen durch Umwelteinflüsse und eine nicht auf den Hautzustand abgestimmte Reinigung bzw. Pflege die Hautbarriere schon in Mitleidenschaft gezogen wurde, leistet Nachtkerzenöl einen wertvollern Beitrag zur Hautgesundheit und zum Wohlbefinden. Als besonders günstig hat sich die Kombination mit Vitamin E erwiesen, das freie Radikale abfängt, die die Hautalterung begünstigen.