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Osterkrippen – selten und schön

Marianne Gfölner mit einer von ihr gestalteten Papierkrippe, deren Vorlage aus der Tiroler Kirche Götzens stammt und 200 Jahre alt ist.
Die Tradition der Oster- und Fastenkrippen ist um fast 1.000 Jahre älter als die der Weihnachtskrippen, trotzdem sind die Passionskrippen mit der Leidensdarstellung Jesu Christi vom Abendmahl bis zur Grablegung weit weniger verbreitet: Sie stellen eine sehenswerte volksliturgische Seltenheit dar.
Marianne Gfölner aus Waizenkirchen hat sich zur Aufgabe gemacht, die Fastenkrippen populärer zu machen. „So wie Geburt und Tod gehören auch die Weihnachts- und die Osterkrippe zusammen,” sagt die 65-jährige Krippenexpertin, die sich seit ihrer Pensionierung vor zehn Jahren ganz ihrem Hobby widmet. Etwa 100 Krippen verschiedenster Art und Größe (Bilder oben) hat die ehemalige Verkäuferin schon gestaltet. Auf Wunsch baut sie auch reale Häuser und Höfe aus der Region in ihre Krippen ein. Die Kunst des Krippenbaus hat sie sich selbst angeeignet. „Ich hab’ einfach damit angefangen,” lacht Gfölner.
Ihre außergewöhnliche Sammlung präsentiert sie in ihrem Krippenstall in Waizenkirchen, Prambacherholz 4. Ihre heurige Osterkrippenschau steht unter dem Motto „Von der Krippe zum Kreuz” und ist am 28./ 29. März und 4./5. April (13 bis 18 Uhr) sowie nach Voranmeldung geöffnet. Informationen unter 0664/5883939.

