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Partnerdorf in Nikaragua lebt auf
Zell/Pram: Vorbild seit 20 Jahren
Im April 1990 ist die Krankenschwester Tina Demmelbauer nach acht Jahren Arbeit in der Entwicklungshilfe in ihren Heimatort Zell/Pram heimgekehrt. Vor ihrer Rückkehr war die heute 51-jährige mit ihrem Ehemann Norbert sieben Jahren in Nikaragua tätig gewesen. Die Verbindung dorthin ist nie abgerissen. Im Gegenteil: Demmelbauer gründete in Zell/Pram den „Eine Welt Kreis” (EWK), der heuer sein 20-Jahr-Jubiläum feiert und ein Vorbild an Hilfe für die Dritte Welt darstellt.
15 Idealisten gehören dem EWK an, die sich einmal monatlich treffen und immer wieder neue Ideen entwickeln, um Geld für das nikaraguanische Partnerdorf Chacara seca aufzutreiben. Unter anderem betreibt der EWK seit 14 Jahren auf dem Zeller Bauernmarkt einen Verkaufsstand mit Fair Trade-Produkten (Lesen Sie dazu auch „Die Landler des Monats”). Der Erlös geht ebenso nach Nikaragua wie die Einnahmen des jährlich im Herbst stattfindenden Lateinamerikafestes oder anderer Veranstaltungen, wie etwa einem Kabarettabend im April.
Im Laufe der 20 Jahre konnten mit den Spenden aus Zell in der Streusiedlung Chacara seca, wo etwa 6.000 Menschen leben, große Projekte mitfinanziert werden: Elektrifizierung, Bau von Schulgebäuden, einer Baumschule, einer mechanischen Werkstatt, einer Ziegelei… Tina Demmelbauer, Pflegedienstleiterin im Altenheim Andorf: „Wir legen Wert darauf, dass die Wertschöpfung in der Region bleibt und den Menschen Arbeit bringt.”
Derzeit wird in Chacara seca ein Trinkwasserleitungssystem fertiggestellt, das zu 30 Prozent vom EWK aus Zell finanziert wird. Im Sommer fliegen zehn EWK-Mitglieder zur Eröffnungsfeier nach Nikaragua.

