AKTUELLES
Eferdingerin berichtet von Einsatz in Bolivien
Hilfe für Witwen und Kinder in 4.000 m Höhe
In einer bolivianischen Bergbaustadt in 4.000 m Höhe, wo unter elenden Bedingungen geschuftet wird, hat Franziska Gruber aus Eferding ein halbes Jahr lang arme Witwen und Kinder betreut. Bei einem Vortrag in Haibach berichtet die Studentin von diesem Hilfseinsatz im südamerikanischen Hochland.

Franziska Gruber mit einigen ihrer Schützlinge in Potosi in Bolivien. In 4.000 m Höhe kümmerte sich die Landlerin um arme Halbwaisen und Witwen.
Die Stadt Potosi liegt am Fuße des Berges Cerro Rico auf 4000 m Seehöhe. Die Stadt hat eine jahrhundertlange Bergwerkstradition. Aufgrund des Silbervorkommens war Potosi einst ein Synonym für Reichtum. Durch die Ausbeutung der indigenen Bevölkerung durch die Kolonialmacht Spanien ist die Stadt heute ein Synonym für Armut und Elend. Die Minenarbeiter sind tagtäglich lebensbedrohlichen Gefahren ausgesetzt. Aufgrund der schlechten Arbeitsbedingungen beträgt ihre durchschnittliche Lebenserwartung nur 35 Jahre. Viele Kinder sind gezwungen in den Minen zu arbeiten, um das Überleben ihrer Familien zu sichern.
Franziska Gruber aus Eferding hat ein halbes Jahr lang in der sozialen Einrichtung Musol in Potosi gearbeitet. Die 22-jährige Studentin der Fachhochschule für Sozialarbeit kümmerte sich um die Frauen und Kinder, deren Ehemänner und Väter in den Minen ums Leben gekommen sind. Die junge Eferdingerin hat den Hilfseinsatz als Pflichtpraktikum im Rahmen ihres Studiums absolviert.
Am Freitag, 13. März, berichtet Franziska Gruber im Pfarrheim von Haibach (20 Uhr) von ihren Erfahrungen in Bolivien. Der Vortrag trägt den Titel „Die vielen Gesichter einer Welt” und wird vom Katholischen Bildungswerk veranstaltet. Der Eintritt ist frei, man bittet um freiwillige Spenden. Ein ähnlicher Vortrag über Nicaragua hat im Vorjahr ein großes Publikumsecho ausgelöst.

