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AK Grieskirchen beriet im Vorjahr 5.640 Mitglieder
Sorgen um Arbeitsplatz
„Die Sorge um den Arbeitsplatz nimmt zu,” beobachtet Mag. Elisabeth Marschalek, Bezirksstellenleiterin der Arbeiterkammer Grieskirchen. Wie immer in Wirtschaftskrisen werden gerade gering qualifizierte Arbeitskräfte am ehesten ihren Job verlieren. „Dabei werden noch immer Facharbeiter ins Land geholt, weil kein heimischer Qualifizierter zur Verfügung steht,” so Marschalek. Weiterbildungsangebote wie Bildungskarenz hält sie für die richtige Lösung. „Dank öffentlicher Förderung kostet das den Betrieb wenig und bringt Dienstgeber und -nehmer viel.” In der Bezirksstelle wird persönliche und individuelle Bildungsberatung geboten, was im Vorjahr 82 Mitglieder nutzten.
Schwerpunkt der AK ist und bleibt der Rechtsschutz. Die Beratung in arbeits- und sozialrechtlichen Fragen nahm 2008 noch einmal massiv zu. 5.640 Mitglieder wandten sich an die Bezirksstelle (2007: 4.221), die meisten Fragen gab es zur Beendigung von Dienstverhältnissen und den damit verbundenen Ansprüchen. Auch Lohn und Gehalt, Urlaub, Lehrverhältnis, Elternteilzeit und Mutterschutz sind häufige Themen. Bei den Gesprächen merkt man, dass die Mitglieder schon gut informiert sind - sie machen sich vorab auf der AK-Homepage schlau.
In einigen Fällen reichte die Beratung nicht aus. 68 außergerichtliche Interventionen brachten den Mitgliedern 101.496 Euro an vorenthaltenem Entgelt ein. Vor Gericht erstritt die AK Grieskirchen in 45 Fällen 216.835 Euro, wobei einige Male sogar Exekution geführt werden musste, weil Unternehmer trotz rechtskräftigen Urteils nicht zahlten.

