22. Mai 2012

LANDL-BUA

Kreuzwege auf den Freinberg und Pöstlingberg

Die Fastenzeit bietet sich für eine besinnliche Wanderung auf einem der vielen Kreuzwege im Lande an, zumal diese fast immer über schöne Wegstrecken verlaufen. Stellvertretend für alle Kreuzwege stellen wir hier drei meditative Wanderungsmöglichkeiten auf die Linzer Hausberge Freinberg und Pöstlingberg vor.


Der 200 Jahre alte Puchenauer Kreuzweg.

Besondere Wegbeschreibungen erübrigen sich bei Kreuzwegen. Entlang der 14 Stationen gelangt man ja immer sicher ans Ziel, das meist auf einem Kalvarienhügel oder Berg mit Kapelle oder Kirche liegt. Wichtig ist nur, dass man den Ausgangspunkt findet. Der liegt beim Kreuzweg über die Kalvarienstiege vom Linzer Stadtteil St. Margarethen auf den Freinberg an der B 129 von Linz nach Wilhering zwei Kilometer oberhalb der Linzer Nibelungenbrücke. Beim Aufgang zur Kalvarienstiege steht unübersehbar die Kapelle St. Helena. Auf dem Weg über die großzügige Stiege erreicht man die 1688 geweihte Kalvarienbergkirche. Man erreicht auch eine Aussichtsplattform, über der in 405 m Höhe die Freinbergwarte thront. Sie ist beinahe ganzjährig gratis zu besteigen. Für den Rückweg bieten sich zwei Varianten an: über den Edelweißberg und durch das romantische Zaubertal oder über die Serpentinen des Turmleitenweges. Gesamtgehzeit 1,5 bis 2 Stunden, Höhenunterschied 250 m.

Zur bedeutenden Wallfahrtskirche auf den Pöstlingberg führen Kreuzwege von Puchenau aus (1 Stunde Gehzeit, 280 Höhenmeter) und vom Petrinum weg (3/4 Stunden, 250 Meter). Ersterer beginnt an der B 127 bei der Shell-Tankstelle in Puchenau, zweiterer beim Gymnasium Petrinum, das man über die Knabenseminar- und Petrinumstraße erreicht. Dieser Weg ist wohl der mühsamere, weil auch steilere. Dafür wird man mit herrlichen Ausblicken ins Mühlviertel, auf die Donau und bis zu den Alpen belohnt.

Im Normalfall sind die drei beschriebenen Kreuzwege ganzjährig begehbar. Sie sind auch im Buch „Zwischen Ötscher und Wildem Kaiser - Bergtouren und Wanderungen” (Ennsthaler Verlag) von Hans Pilz enthalten.