GESUNDHEIT
Kolumne von Mag. Wolfgang Rizy
Stress löst Fieberblasen aus

Mag. Wolfgang Rizy, Dreifaltigkeitsapotheke Grieskirchen
„Fieberblasen” werden durch Herpes-Viren verursacht. Mit Herpes-Viren kommt man bereits als Kleinkind in Kontakt. Die Viren dringen mit der Atemluft in den Körper oder über die Lippen durch Hautkontakt ein. Im Körper „schlummern” sie oft jahrelang, ohne sich bemerkbar zu machen. Wird aber der Körper besonderem Stress ausgesetzt, wie zum Beispiel bei einer Erkältung, extremer Sonnenbestrahlung oder stärkerem psychischem Druck, dann werden die Herpes-Viren aktiv. Auch wird diese Aktivierung durch ein geschwächtes Immunsystem beschleunigt, da der Körper nicht in der Lage ist, sich gegen diese „Virenattacken” ausreichend zu wehren. Im Bereich von Mund und der Nase vermehren sich die Viren stellenweise sehr stark und zerstören so die Zellen der Schleimhaut. Es entstehen schmerzhafte Blasen.
Solange die Herpes-Viren im Körper nicht aktiv sind, sind sie unangreifbar. Sobald sie sich aber von Stress getrieben zu vermehren beginnen, sind sie verletzlich. Nun gibt es Arzneistoffe die in jene Zellen eindringen können die von aktiven Herpes-Viren befallen sind. Dabei bringen sich die Viren selbst um, indem sie diesen Arzneistoff während ihrer Vermehrung in die neuen Viren einbauen. Diese sind durch den Fremdstoff nicht mehr vermehrungsfähig. Die „Fieberblase” schwillt nun ab, die Schmerzen lassen nach und sie heilt nun rascher ab. Leider sind danach aber im Körper immer noch ruhende Herpes-Viren vorhanden, so dass bei empfindlichen Personen beim nächsten Stress wieder „Fieberblasen” entstehen können.
Bei einer Behandlung mit diesem Arzneistoff ist nun besonders wichtig, schon bei den ersten Anzeichen zu beginnen. Alle drei bis vier Stunden auf und um die entstehende „Fieberblase” aufgetragen, bessert sich der Zustand rapide.
Doch Vorsicht! Alte Methoden, diese Bläschen aufzustechen oder Ähnliches kann höchst unangenehme Folgen haben, denn die austretende Flüssigkeit ist höchst infektiös und kann zur weiteren Ansteckung anderer führen.
Beginnt die „Fieberblase” einzutrocknen, ist es sinnvoll. eine Heilsalbe zu verwenden, damit die Kruste nicht aufspringt und eine Infektion dazukommt.
Empfindliche Personen, vor allem bei Sonneneinwirkung etwa beim Skilaufen etc., können diesen Situationen vorbeugen. Lippenschutzstifte oder Cremen mit hohen Lichtschutzfaktoren wirken richtig aufgetragen den Aktivitäten der Viren entgegen.
Personen, die mehrmals pro Jahr derartigen „Fieberblasen” ausgesetzt sind, können durch eine Stärkung ihres Immunsystems zu einer wesentlichen Besserung und verminderten Anfallshäufigkeit beitragen. Das Pflanzereich bietet uns eine Vielzahl von Wirkstoffen, die dafür besonders gut geeignet sind.
Welche Maßnahmen Sie zur Vorbeugung und welche Medikamente den angesprochenen Arzneistoff zur Behandlung von Herpesbläschen nun enthalten, erfahren Sie bei Ihrem Apotheker.

