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Die schönsten Fotos von Streuobstwiesen

Alles grünt: Mit diesem Bild wurde Günter Salhofer aus Bad Schallerbach Zweiter.
100 begeisterte Hobbyfotografen haben sich mit mehr als 400 Bildern am Fotowettbewerb „Lebensraum Streuobstwiese” beteiligt, zu dem der Naturpark Obst-Hügel-Land eingeladen hatte. Jetzt wurden die Sieger gekürt: Sie stammen alle aus dem Landl.

Meisterfotografen (von li.): Die Eferdinger Mostprinzessin Eva Grabmayr, Günter Salhofer (2. Platz), Wettbewerbssieger Martin Rumersdorfer, Anna Wagner (3. Platz) und „Cider Maid“ Ulrike Aichinger
Streuobstwiesen sind ein schönes Stück Heimat. Sie bilden den Lebensraum und wertvolle Rückzugsgebiete für mehr als 5.000 heimische Tier- und Pflanzenarten. Und sie liefern uns gesundes und vitaminreiches Obst. Im Frühling schmücken sich die Obstbäume mit einem Meer aus farbigen Blüten. Im Herbst leuchtet das bunte Laub mit den Früchten um die Wette, und im Winter verzaubern Eis und Schnee die knorrigen Baumriesen in bizzare Gestalten.
Vor einem Jahr riefen der Naturpark Obst-Hügel-Land und der OÖ-Naturschutzbund zum Fotowettbewerb „Lebensraum Streuobstwiese - eine Reise durch die Jahreszeiten” auf. 100 Hobbyfotografen gingen mit ihrer Kamera auf Entdeckungsreise.
Jetzt hat die Jury ihr schwieriges Urteil gefällt und bei der Jungmost-Präsentation im Mostmuseum St. Marienkirchen/Polsenz die Sieger geehrt. Gewonnen hat ein Lokalmatador: Martin Rumersdorfer aus Scharten. Platz 2 ging an Günter Salhofer aus Bad Schallerbach, Rang 3 an Anna Wagner aus Gaspoltshofen. Die Jugendklasse bis 15 Jahre gewann David Enzelsberger aus St. Marienkirchen/Polsenz. Die Preisträger erhielten Gutscheine für Foto-Zubehör und schöne Sachpreise.
Vom Aussterben bedroht

Jugendsieger wurde David Enzelsberger mit diesem Bild
Hunderte heimische Obstsorten stehen vor dem Aussterben. Innerhalb weniger Jahrzehnte hat sich die Zahl der Apfel- und Birnbäume halbiert, 80 Prozent des Baumbestandes sind völlig überaltert. Nagowitzbirn’, Kaiserbirn’, Leidlbirn’, Zwiepotzen, Breitarsch, Maschanzker, Florianer Rosmarin… Die Liste typisch oberösterreichischer Äpfel und Birnen würde Seiten füllen. Doch es ist eine Aufzählung Todgeweihter. Viele Sorten werden in einigen Jahren aus dem Landschaftsbild verschwunden sein.
Begonnen hat das Dilemma in den 1960er Jahren. Damals setzte die Landwirtschaft aus betriebswirtschaftlichen Gründen auf Plantagen- statt Extensivobstbau. Diesem Trend fielen in Ober- und Niederösterreich zwei Millionen Bäume zum Opfer.

