20. Mai 2012

LANDL-BUA

Klauser Stausee-Runde, Spering (1.605 m)


Die Pyhrnautobahn A 9 hat ja auch was Gutes: Dank ihr gelangt man aus dem Landl schnell ins Steyrtal und damit an den Ausgangspunkt unserer spätherbstlichen Wanderung, nach Klaus an der Pyhrnbahn (466 m). Nach der Ortsdurchfahrt fährt man links über die doch recht beeindruckende Staumauer, die den Steyrfluss hier auf eine Länge von sieben Kilometer zurückhält. Bis zu 13 Millionen Kubikmeter Wasser fasst der Stausee, im Tank des 1975 eröffneten Kraftwerks ist also genügend Treibstoff gelagert. Parken kann man nach wenigen hundert Metern in der Nähe des Gasthauses „Seeblick”.

Hier beginnt unser Weg: Wir folgen dem Güterweg am Ostufer des Stausees, er ist als Weg Nr. 409 (Salzsteig-Weitwanderweg) markiert und führt uns schon nach wenigen Minuten am Gehöft Bertl vorbei. Oft eben, oft in leichtem Auf und Ab durch Wälder und gepflegte Weiden und Wiesen geht es zum Gehöft Traunfried und weiter zur Helml-Alm (bis hierher etwa 4 Kilometer). Der Weg ist so leicht, dass man hier auch immer wieder Familien mit Kinderwagen trifft. Der Klausersee-Rundweg führt weiter am Fischersteig über den Hinteren Rettenbach nach Dirnbach und St. Pankraz und über den Elisabeth See und die Steyrling-Mündung nach Schloss Klaus zurück. Der ganze Rundweg ist mit 18 km zu lang für einen kurzen Novembertag. Das macht aber nichts. Die Ostseite belohnt einen nämlich mit Sonnenschein bis spät in den Nachmittag und herrlichen Blicken auf den Kleinen Priel und die Ausläufer der Kremsmauer, sodass man am besten auf gleichem Weg wieder retour geht.

Vom selben Ausgangspunkt kann man aber auch richtig in die Berge steigen: Hinter dem Bertl-Hof und der Autobahnbrücke beginnt links der Anstieg zum Spering, dem westlichsten Gipfel des Sengsengebirges. Gut drei Stunden benötigt man durch den Bergwald (Weg Nr. 465) und die Latschen im Gipfelbereich, dann freut man sich über das Traumpanorama der Haller Mauern und des Toten Gebirges. Als Abstieg kann man auch den Weg Nr. 460 Richtung Hinterstoder wählen: Nach etwa zwei Stunden ist man unten beim Speringbauer angelangt und wandert in weiteren zwei Stunden am oben beschriebenen Weg Nr. 409 zurück nach Klaus.