20. Mai 2012

AKTUELLES

Meggenhofener Missionar geehrt


Vor 44 Jahren ist der Jesuitenpater Friedrich Weingartner aus Meggenhofen als Missionar nach Asien gereist. Weil er in Maos China nicht einreisen durfte, verschlug es Weingartner 1964 nach Taiwan, wo er bis heute lebt. Der Meggenhofener erwarb sich in Taiwan nicht nur als christlicher Missionar, sondern auch als Sprachforscher höchstes Ansehen. Pater Weingartner beschäftigte sich jahrzehntelang mit der Erforschung der Sprache der Ureinwohner der Insel und gründete in Taipeh im Jahr 2000 auch ein entsprechendes Universitätsinsitut.

Dieser Tage wurde in Taipeh dem mittlerweile 90-jährigen Landler das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst verliehen. „Es war immer sein Traum, als Missionar nach Asien zu gehen,” erzählt Ferdinand Weingartner aus Meggenhofen über den Onkel seines Vaters, von dem er vor etwa 15 Jahren das letzte Mal besucht worden ist, „und der jedes Jahr zu Weihnachten eine Karte schreibt.”