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Gold ist ausverkauft: Lange Lieferfristen!
Die Österreicher drängen zum Gold: Die Münze Austria kommt mit dem Prägen nicht mehr nach. Bei Goldbarren und Philharmonikermünzen gibt es wochenlange Lieferfristen. Experten warnen vor dem großen Schwankungsrisiko beim Preis für das Edelmetall.

In der Finanzkrise klammern sich die Österreicher vermehrt an einen Klassiker der Wertanlage: Gold ist gefragt wie seit langem nicht. Immer mehr Landsleute tauschen unsichere Wertpapiere gegen das vermeintlich sichere Edelmetall. Das führte zu einem Engpass: Gold ist ausverkauft!
Man kann Gold zum tagesaktuellen Kurs kaufen, geliefert wird es erst Wochen später. Das gilt für den südafrikanischen Krügerrand genauso wie für den Philharmoniker und den klassischen Goldbarren. Die Münze Austria wurde von der krisenbedingten Nachfrage überrascht und kommt mit den Prägungen nicht nach.
Der Goldkauf ist in Zeiten wie diesen allerdings kein Patentrezept. Die Experten mahnen zur Vorsicht. „Beim Goldpreis besteht jetzt ein hohes Schwankungsrisiko, das unter anderem mit den instabilen Rohstoff- und Metallpreisen und dem Dollarkurs zusammenhängt,” erklärt Roland Öhler von der Sparkasse OÖ. „Gold sollte jetzt nur kaufen, wer sich wirklich intensiv damit befasst. Das Sicherste ist derzeit einfach das Sparbuch.” Der Preis für eine Unze Gold (31,1 Gramm) schwankte heuer schon zwischen 740.- und 1.030.- Dollar. Derzeit bewegt er sich wieder Richtung Untergrenze.
Nicht nur der Goldpreis sinkt. „Ich fürchte, dass am ganzen Kapitalmarkt noch Spielraum nach unten ist,” zeigt sich auch Univ.-Prof. Dr. Teodoro D. Cocca im „Landl”-Gespräch pessimistisch. Der Schweizer Finanzexperte lehrt seit 2006 als Professor für Bankwesen an der Universität Linz und hat früher in Zürich als Investment-Banker für die amerikanische Citibank gearbeitet.

