20. Mai 2012

AKTUELLES

Eferdinger Landwirte sind heuer vom Wetterpech verfolgt

Schock für Gemüsebauern: Nach Hagel kam der Frost


Ewald Mayr (37) aus Pupping ist überzeugt, dass 2009 der erste Teil des neuen Bewässerungssystems in Betrieb gehen wird.

Der erste Schock traf die Landwirte in Eferding am 22. August. Ein Hagelunwetter vernichtete einen Großteil der Gemüseernte, der geschätzte Schaden beläuft sich auf drei Millionen Euro. „Meine Eltern können sich nicht erinnern, so etwas schon einmal erlebt zu haben,” sagt Ewald Mayr, Gemüsebauer in Pupping und Obmann der im Vorjahr gegründeten Wassergenossenschaft Eferdinger Becken.

Selbst für die Bauern überraschend, hatte sich nach der August-Misere der Endivien-Salat wieder erfangen und sich schön zusammengewachsen. Seine Ernte schien zum Großteil gerettet. Doch in der Nacht zum 18. September war es auch um fast alle Endivien geschehen. Die Salatpflanzen wurden Opfer des ersten Frostes. „Nachdem es kurz zuvor noch an die 30 Grad gehabt hatte, fiel das Thermometer plötzlich auf minus ein Grad,” ärgert sich Ewald Mayr über die Wetterkapriolen. „Das heurige Jahr verläuft für uns wirklich schlimm.”

Trotz aller Unbill können die Konsumenten zum Ab- Hof-Verkauf ins Eferdinger Becken kommen. „Unser Angebot ist zwar kleiner, aber für den Einzelverkauf reicht es. Zum Glück sind die Kunden tolerant. Es macht ihnen nichts, wenn die Produkte heuer zum Teil nicht so schön sind,” so Mayr.

Abseits der Missernte gibt es von den Eferdinger Bauern auch eine gute Nachricht. Mit dem Aufbau eines flächendeckenden Bewässerungssystems liegt man genau im Zeitplan. Für den Winter ist die Wasserrechtsverhandlung geplant, im Frühjahr dann Baubeginn. Im nächsten Sommer will man bereits die ersten Ökobrunnen, von denen jeder 20 bis 100 Hektar versorgen kann, in Betrieb nehmen. Der erste Ausbauabschnitt umfasst etwa 250 Hektar. Insgesamt hat die Wassergenossenschaft schon 250 Mitglieder.