20. Mai 2012

SPORT

Schallerbacherin geht neue Wege im Behindertensport

Wasserski für Menschen mit Handicaps als Premiere


Wasserski ist auch für Menschen mit Handicaps möglich.

Es war ein passender Zufall: Ausgerechnet an dem Wochenende, an dem 38 österreichische Behindertensportler, darunter vier Oberösterreicher, zu den 13. Sommer-Paralympics nach Peking abflogen, kam es im Leistungszentrum Salmsee in Linz-Steyregg zu einer interessanten Premiere: Es wurde das 1. Österreichische Wasserskicamp für Jugendliche und Erwachsene mit körperlicher Behinderung abgehalten.

Initiiert hat diesen neuen Weg die Sportwissenschafterin Mag. Bettina Mössenböck aus Bad Schallerbach (Lesen Sie dazu „Die Landlerin des Monats”). „Obwohl das Wasserskifahren eine sehr kostspielige Sportart ist und mehr kostet als der Alpinskilauf, möchte ich versuchen, diesen Sport auch Menschen mit Behinderung in Österreich zugänglich machen,” sagt die 39-jährige. Unterstützt wird Mössenböck dabei von ihrer deutschen Freundin und Wasserski-Weltmeisterin Gerda Pamler, die als Trainerin mit von der Partie war. Mössenböck: „In Deutschland, England, Amerika und Australien gibt es Wasserski für Behinderte schon sowohl als Breitensport als auch als Spitzensport.”

Am ersten österreichischen Wasserskikurs nahmen acht Interessenten im Alter zwischen 10 und 40 Jahren teil. Sie waren vom schwerelosen Gleiten auf dem Wasser fasziniert. Es wurde rasant gefahren und gemütlich dahingeglitten. Ermöglicht wurde das Camp, an dem die Mitglieder des Motor Yacht Club Nibelungen Linz tatkräftig mitarbeiteten, auch durch Sponsorbeiträge der Oberbank und der Firma „Topform Mössenböck”. „Das Camp war für alle eine große Herausforderung und ein tolles Erlebnis,” so Bettina Mössenböck.