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Apothekerhaus stammt aus dem Mittelalter
Juwel erstrahlt in neuem Glanz

Respekt vor alter Handwerkskunst: Christine Hultsch und Manfred Lindorfer
Fast hätten sich die Bewohner von Aschach/D. an eine neue Farbe für eines der Juwele ihres Schmuckkästchens gewöhnen müssen. „Anhand der Farbschichten stellte das Denkmalamt fest, dass die erste Fassade weiß war”, berichtet Architekt DI Manfred Lindorfer. Er zeichnet für die liebevolle Renovierung des 1548 errichteten Gebäudes verantwortlich. Das seit über 100 Jahren gewohnte Blau des sogenannten „Apothekerhauses” blieb erhalten, wurde jetzt aber nach alter Handwerkstechnik mit reinem Kalkputz ausgeführt - ohne Zement, ohne Chemie. Dass die Steinschale und Säule des prachtvollen Erkers bemalt sind, stößt im Ort auf Erstaunen. Lindorfer: „Das ist aber historisch verbürgt und auch sinnvoll, weil es den Stein vor Abgasen oder Streusalz schützt.”
Hausherrin ist die Apothekerin Mag. Christine Hultsch. „In so einem alten Haus lernt man das Gewachsene, nicht ganz so Gerade schätzen”, sagt sie, „ich mag es an der Wohnung genauso wie im Geschäft und das spüren auch die Leute!”

