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Prambachkirchen hat ersten kommunalen Klimaschutz-Experten
„Mit wenig Geld viel erreichen”

Im Marmorsaal des Landwirtschaftsministeriums wurden die ersten sieben „Kommunalen Klimaschutzexperten” Oberösterreichs ausgezeichnet. Als einziger Landler war Willibald Kreinecker (2. von rechts) aus Prambachkirchen darunter. Zu den Lehrenden gehörte auch die bekannte Wiener Universitätsprofessorin Helga Kromp-Kolb (Bildmitte).
In Prambachkirchens Kommunalpolitik ist Klimaschutz keine leere Phrase. Der 2.800-Einwohner-Ort ist bereits seit 2003 Klimabündnis-Gemeinde. Als im Oktober erstmals in Europa österreichweit der erste Lehrgang zum „Kommunalen Klimaschutzexperten” ausgeschrieben wurde, horchte der Prambachkirchner Diplomkrankenpfleger Willibald Kreinecker auf. Der Grüne-Gemeinderat besprach sich mit Bürgermeister Johann Schweitzer und Amtsleiter Franz Manigatterer und meldete sich schließlich für den acht Monate dauernden Kurs in Wien und St. Pölten an.
Die insgesamt 28 Teilnehmer, darunter sieben Oberösterreicher, wurden durch Experten wie Uni-Professorin Helga Kromp-Kolb mit nationaler und internationaler Klimapolitik und konkreten Umsetzungsmethoden zur Reduzierung der Treibhausgase vertraut gemacht. Jeder Teilnehmer musste auch eine Projektarbeit abliefern. „Ich habe ein Konzept über Gehen und Radfahren in Prambachkirchen erstellt,” erzählt Kreinecker, „denn da kann man mit wenig Geld viel erreichen.” Der Prambachkirchner Umweltausschuss unter der Leitung von Herbert Wagner will Kreineckers Pläne nun umsetzen. Dazu gehören unter anderem sichere Geh- und Radfahrwege und mehr Drahtesel-Abstellplätze. Kreinecker: „90 Prozent der Prambachkirchner Bevölkerung wohnen vom Ortszentrum aus innerhalb eines Radius von drei Kilometern, da ist Gehen und Radfahren sinnvoll.”

