20. Mai 2012

AKTUELLES

Jubiläum im Behindertendorf Altenhof

30 Jahre Arbeit für Chancengleichheit

Seit 30 Jahren bemüht sich die Sozialorganisation assista im Behindertendorf Altenhof am Hausruck um mehr Chancengleichheit für Menschen mit Beeinträchtigungen. Mit vorbildlichem Einsatz und großem Erfolg. Derzeit betreut assista 190 Menschen mit einem Durchschnittsalter von 47 Jahren.

Am Beginn von assista steht das Engagement einer Persönlichkeit, motiviert durch die eigene Betroffenheit: Pater Dr. Anton Gots - selbst nach einem Unfall mit einer körperlichen Beeinträchtigung konfrontiert - lernt als Krankenhausseelsorger viele Menschen mit Behinderung kennen, die auf der Suche nach Sinn und neuen Lebensperspektiven sind. 1972 gründete er den Verein „Lebenswertes Leben”, der in zwei Bauetappen (1978 und 1981) das Behindertendorf in Altenhof errichtete. Das war der Startschuss für eine große Erfolgsgeschichte in der OÖ-Behindertenbetreuung.

Bis zu 135 behinderte Menschen wohnen gleichzeitig im Dorf, weitere 55 leben in den Regionalprojekten oder werden mobil betreut. „Wir haben uns von Anfang an das Ziel gesetzt, jedem Bewohner die Freiheit zu lassen, wie viel er an Betreuung und wie viel er selbst erledigen will”, sagt Gabriele Huber, Geschäftsführerin und seit 27 Jahren im Dorf tätig.

Durch die vielen Erfahrungen im Laufe der Zeit, konnten immer wieder neue Konzepte für die bestmögliche Betreuung von Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen und neurologischen Störungen umgesetzt werden. „Besonders die Einbindung der Betroffenen selbst bei der Entwicklung solcher Projekte zeichnet uns aus,”, erklärt Dr. Heinz Mairhofer, Geschäftsführer bei assista und Leiter regionaler Projekte.

Ein für assista besonders wichtiges Projekt entsteht in Gallspach. Hier werden ab 2009 Menschen mit Schädel-Hirn-Verletzungen dabei unterstützt, wieder in ihren Lebensalltag zurückzufinden.