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Einigung über den Hochwasserschutz macht's möglich
Umfahrung Eferding kommt wieder in Fahrt
Die Umfahrung Eferding ist eine schon beinahe unendliche Geschichte. Jetzt nimmt das Projekt aber wieder Fahrt auf. Eferding, Fraham, Hinzenbach und Pupping haben sich auf ein Hochwasserschutzprojekt geeinigt: Der Sandbach erhält ein riesiges Rückhaltebecken.
Die verschiedenen Interessen beim Hochwasserschutz hatten das Umfahrungsprojekt Eferding in eine Sackgasse geführt. Jetzt ist aber wieder Grünes Licht für die Pläne in Sicht. Straßenbaureferent LH-Stv. Franz Hiesl hat die Abteilung Straßenplanung beauftragt, die Trassenverordnung für die Eferdinger und Puppinger Westumfahrung samt Südspange vorzubereiten. Im Herbst soll das Projekt in Begutachtung gehen. 2010/20011 will man mit dem Bau beginnen, zwei Jahre später sollen die ersten Fahrzeuge über die Umfahrungsstrasse rollen.
Zuvor muss man aber die Hochwassergefahr durch den Sandbach und den Dachsbergerbach in den Griff bekommen. Dazu haben sich die betroffenen Gemeinden nun darauf geeinigt, im Hinzenbacher Ortsteil Unterrudling parallel zum Sandbach ein großes Hochwasser-Rückhaltebecken zu errichten. Der Sandbach hat in der Vergangenheit immer wieder große Schäden durch Überflutungen angerichtet. Zuletzt war das im August 2002 der Fall.
Dieses Becken soll für ein Einzugsgebiet von 18 km2 bis zu einem 100-jährlichen Hochwasser Schutz bieten und erhält eine Speicherkapazität von 490.000 m3. Es wird von einem bis zu 7,5 Meter hohen Damm umschlossen, der mit dem Aushubmaterial des Beckens gebaut wird. Die Dammkrone ist 995 m lang. Das Rückhaltebecken bleibt im Normalfall leer und wird über ein Wehr gefüllt, wenn der Sandbach mehr als 2,2 m3 Wasser pro Sekunde führt.
Das Projekt kostet sechs Millionen Euro und soll neben landwirtschaftlichen Flächen unter anderem 59 Wohn- und fünf Wirtschaftsobjekte, 30 Schrebergärten, zwei Gasthäuser, eine Reitanlage, ein Sportzentrum und ein Feurwehrhaus vor den Fluten bewahren.

