19. Mai 2012

SPORT

Auch Grieskirchen gründet jetzt ein Damenteam

Vereinsboom: Frauenfußball erobert das Landl im Sturm

Der Frauenfußball befindet sich in der Offensive. Speziell im Landl liegen die Damen im Fußballfieber. Nach Schlüßlberg, Eferding, Weibern und Natternbach gründet jetzt auch Grieskirchen eine Frauenmannschaft, die im Herbst in die Meisterschaft einsteigen will. Für spannende Derbys ist gesorgt.


Tanja Andlinger war treibende Kraft beim Aufbau des Frauenteams in Weibern. Frühjahrsstart ist am 15. 3. (14.30 Uhr) mit dem Hit gegen Natternbach.

Der Frauenfußball erlebt in Oberösterreich einen enormen Aufschwung. Und das weibliche Geschlecht im Landl ist daran wesentlich mitbeteiligt. Die Damenteams sprießen wie Schwammerl aus dem Boden. Nachdem vor zwei Jahren Schlüßlberg den Spielbetrieb in der 1. Frauenklasse, der untersten Leistungsstufe, aufgenommem hat, sind seit dem Vorjahr auch Eferding, Natternbach und Weibern in dieser Liga aktiv. Dazu kommt noch Haibach, das in der OÖ-Frauenliga, der 2. Spielklasse, derzeit das Schlusslicht bildet.

Von den elf Mannschaften, Verzeihung, Frauenschaften in der 1. Klasse kommen also vier aus dem Landl, wobei Natternbach einen Sensationsstart hinlegte. In zehn Spielen holte das Team gleich 18 Punkte und liegt in der Tabelle auf Rang 5. Die Neueinsteigerinnen aus Weibern sind 7., Eferding 9. und Schlüßlberg trägt die Rote Laterne.

Ab Herbst will auch Grieskirchen in dieser Liga angreifen. Am 6. März um 19 Uhr wird in der Kantine des Sportplatzes der erste Infoabend abgehalten, im April soll zweimal wöchentlich der Trainingsbeginn starten.

Das Frauenteam wird rund um Melanie Hötzel aus Wallern aufgebaut. Die 25-jährige spielt seit ihrem 18. Lebensjahr Fußball. Sie kickte zuerst in Stroheim und zuletzt im Mittelfeld der LASK Ladies. Hötzel: „Unser Ziel ist ein Kader mit etwa 20 Spielerinnen. Ab 14 Jahre dürfen die Mädchen Meisterschaft spielen, es können sich aber auch jüngere melden.” Interessentinnen sind unter 0699/81715844 (ab 17.30 Uhr) herzlich willkommen.

Durch die wachsende Vereinszahl überlegt der Fußballverband, die 1. Frauenklasse im nächsten Spieljahr in zwei Ligen aufzuteilen. „Das wäre super. Wir müssten nicht mehr so weit fahren, und es gäbe viele Derbys,” freut sich Tanja Andlinger über den Boom. Die 24-jährige Mittelfeldspielerin ist die Triebfeder im Weiberner Damenfußball. Ihr Team, in dem auch Spielerinnen aus St. Agatha und Gaspoltshofen stehen, freut sich über einen eigenen Fanklub, der auch bei Auswärtspartien dabei ist. Zu Heimspielen kommen bis zu 100 Zuschauer. Derzeit plagen die Weiberner allerdings Personalsorgen. Torfrau Bettina Feischl erwartet ein Baby, daher muss jetzt die vom Volleyball kommende Bettina Roidinger zwischen die Pfosten. Exportkauffrau Andlinger: „Wir suchen weiter Spielerinnen und auch einen Trainer.” Beste Akteurin der Union Weibern ist Libero Bianca Wiesinger (17), die früher mit den Buben kickte.