19. Mai 2012

AKTUELLES

Richtungsstreit in Traditionsbrauerei

Kommt Wende im Fall Ritterbräu?

Vor zwei Monaten verkündete die Ritterbräu erfreut den Einstieg von Unternehmer und Funktionär Georg Spiegelfeld. Als Netzwerker sollte er vor allem mithelfen, die Verkäufe anzukurbeln. Doch statt Vertrieb gibt es Verdruss. Jetzt könnte der Deal noch platzen.

Es klang nach einer perfekten Lösung: Brauerei-Chef und Gesellschafter Bernd Pöller sollte die Mehrheit an einer Produktionsgesellschaft halten, Dr. Georg Spiegelfeld wiederum an der Vertriebsgesellschaft. Beide wären in der jeweils anderen Gesellschaft mitbeteiligt. Die Geschäftsführung beider Firmen läge dabei in Pöllers Händen, Spiegelfeld bringe sich als Ideenlieferant und Netzwerker ein - so wurde es noch vor kurzem verkündet. Jetzt tobt zwischen den beiden Unternehmern aber ein handfester Streit über weitere Umstrukturierungen - sprich Einsparungen.

Bis in den Dezember hinein war folgende Eigentümerstruktur der Ritterbräu bekannt: Ein Viertel der Anteile hielt Brauerei-Geschäftsführer Bernd Pöller, ein weiteres Viertel der Neumarkter Medienunternehmer Josef Rumer, Christine Aigner aus Linz waren 33 Prozent zugerechnet, die verbleibenden 17 Prozent Andreas Duswald aus Lamprechtshausen. Die drei Letzteren wollten ihre Anteile abgeben.

Jetzt lässt eine neue Wortmeldung aufhorchen. Der Deal sei noch gar nicht über die Bühne. Josef Rumer im Gespräch mit dem „Landl”: „Dr. Spiegelfeld hat den Preis für seinen Anteil nicht bezahlt. Deshalb wurden die Anteile auch nicht abgegeben.” Nach seinen Angaben gilt das auch für einen zweiten Mitgesellschafter der früheren Organisationsform. Für ihn ist klar: „Dadurch herrscht nach wie vor der Status quo.”