19. Mai 2012

AKTUELLES

Grieskirchner Chefinspektor warnt

„Autobahn zieht Einbrecher an”

Wer in einem Abstand bis zu zehn Kilometer von der Autobahn wohnt, sollte besonders auf der Hut sein. „Hier ist die Gefahr eines Einbruchs am größten, weil es die beste Fluchtmöglichkeit gibt,” warnt der Grieskirchner Chefinspektor Franz Wilhelm Sickinger.

Es gäbe keinen Grund zur Panik, doch Vorsicht und verstärkte Präventionsmaßnahmen seien angebracht, vor allem wenn man im Umkreis einer Autobahn wohne, weiß Franz W. Sickinger, der seit fast 38 Jahren im Bezirk Grieskirchen Dienst versieht. Als Kriminalreferent und Bezirkskommandant-Stellvertreter informiert er sich täglich per Computer über die aktuellen Tatorte in Oberösterreich, speziell im und um das Landl. „So erkennt man, wo gerade wieder vermehrt Straftaten begangen werden und kann die Kontrollen und Sicherheitsvorkehrungen darauf abstellen,” so der Chefinspektor.

Eines zeigt sich klar: Die meisten Einbruchsziele liegen entlang von Autobahnen. Sickinger: „Meistens sind Banden unterwegs, die in Dreiergruppen arbeiten. Die einen kundschaften geeignete Objekte aus, die zweite Gruppe führt die Tat aus und gibt die Beute sofort an dritte weiter, die sich damit aus dem Staub macht.” Fasst man die Einbrecher, ist die Beute trotzdem weg und die Beweisführung oft problematisch.

Die beste Vorkehrungsmaßnahme ist es, das Haus als bewohnt darzustellen, auch wenn man nicht daheim ist. Lichtsensoren, Bewegungsmelder, ein spielendes Radio helfen dabei und kosten nicht viel. Sickinger lehrt seit Jahren in Vorträgen die richtige Prävention.

Insgesamt ist im Vorjahr gegenüber 2006 die Zahl der angezeigten Straftaten im Bezirk Grieskirchen von 2.161 auf 2.105 (-2,6 %) und im Bezirk Eferding von 979 auf 903 (-7,8 %) Fälle zurück gegangen. In Schärding explodierte die Anzahl der Delikte von 1.860 auf 3.235 Fälle (+73,9 %). Überall ein Problem sind die stark zunehmenden Handy- und Fahrraddiebstähle.