19. Mai 2012

AKTUELLES

Die tolle Knolle gibt’s in rot, blau,violett…

Erstmals farbige Landl-Erdäpfel


Kein Scherz, sondern eine hervorragende Idee: Heuer wird es erstmals färbige Eferdinger Landl-Erdäpfel geben. Die tolle Knolle treibt’s jetzt bunt. Der Feinschmecker kann unter zehn verschiedenen Farben auswählen: rot, blau, gescheckt, violett (Bild)…


Obmann Manfred Schauer und Erdäpfel-Bäuerin Ilse Straßmayr im Wiener Hotel Imperial

Auf den Tellern wird es jetzt noch bunter und geschmackvoller: violettes Erdäpfelpüree, roter Erdäpfelsalat, blaue Erdäpfelsuppe - all das ist bald möglich. Ab August/September wird es die frischen Landl-Erdäpfel nämlich in zehn verschiedenen Farben geben. Die Eferdinger Erdäpfel-Bauern haben diese Vielfalt wiederentdeckt. „Als der Erdapfel vor 600 Jahren mit Kolumbus von Amerika nach Europa kam, war er ja rot. Erst viel später wurden in Europa nur noch gelbe Erdäpfel gezüchtet, weil die farbigen um ein Drittel weniger Ertrag bringen,” erklärt Mag. Manfred Schauer als Obmann der Erdäpfel-Bauern.

Vier Eferdinger Landwirte haben sich zu der bunten Sortenvielfalt entschlossen. Schauer selbst wird zehn verschiedene Farben anbieten. Bei vielen Sorten haben die Schale und der Erdapfel die gleiche Farbe (rot/rot, violett/violett…), es gibt aber auch interessante Kombinationen wie violett/gelb, rot/gelb oder gescheckt. Schauer: „Eine Besonderheit ist ein Erdapfel mit violetter Schale und einem gelben Fleisch mit violettem Stern.”

Bei den bunten Knollen handelt es sich durchwegs um sehr alte Landsorten aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Darunter ist auch die Spezialität „Vitelotte”, die in Frankreich als Trüffelkartoffel gilt und aus dem Jahr 1790 stammt. „Sie soll der Lieblingserdapfel Napoleons gewesen sein,” so Manfred Schauer. Er verspricht: „Die bunten Erdäpfel schmecken sehr intensiv, fast nussig.” Sie werden allerdings mehr kosten als die normalen Landl-Erdäpfel und ab Hof und im Maximarkt zu kaufen sein.

Erstmals präsentiert wurden die neuen alten Kartoffeln zum Auftakt des „Internationalen Jahres des Erdapfels” im Wiener Nobelhotel Imperal, wo Köche und Gäste von der Eferdinger „Erfindung” begeistert waren.