19. Mai 2012

AKTUELLES

Betreuung daheim jetzt neu organisieren

Die demographischen Alarmglocken läuten: Bis zum Jahr 2040 wird sich in Oberösterreichs Bevölkerung der Anteil der Senioren über 65 Jahre von derzeit 16,5 Prozent auf 29,2 Prozent fast verdoppeln. Im gleichen Zeitraum werden die unter 20-jährigen um 4,5 Prozent weniger. Das Thema Betreuung ist aber schon jetzt brisant. Viele können sich nur illegale Pfleger leisten. Ab 30. Juni dieses Jahres wird man dafür bestraft.

„Die aktuellen Entwicklungen bei den Anträgen zur Personenbetreuung in Oberösterreich belegen, dass die Möglichkeiten zur Legalisierung der 24-Stunden-Betreuung zu Hause sehr wohl angenommen werden,” zeigt sich Soziallandesrat Josef Ackerl mit den ersten Erfahrungen der neuen Pflegesystemregelung zufrieden. Den Weg zur Neuregelung bezeichnet Ackerl allerdings als „ein grausliches Drehbuch”, nach dem versucht worden sei, „auf dem Rücken der Betroffenen politisches Kleingeld zu machen.”

In allen oberösterreichischen Bezirken seien bereits zahlreiche Änträge zur Anmeldung von Personenbetreuung eingelangt. „Allein im Bezirk Wels sind es schon 300, und täglich kommen neue dazu,” so der Soziallandesrat. „Die Menschen sind froh, dass ihnen mit dem neuen Modell der Weg in die Legalität ermöglicht wird.”

Oberösterreichs Sozialressort hat die Devise „Helfen statt Strafen” ausgegeben. Verschiedene Einrichtungen stehen für ausführliche Beratungen und weiterführende Hilfestellungen zur Verfügung.

Für Fragen zur 24-Stunden-Betreuung daheim ist in erster Linie das Bundessozialamt Linz ein Ansprechpartner (gratis Info-Hotline 0800-220303, Internet: www.pflegeheim.at). Auch die Sozialberatungsstellen sind fachkundige Ansprechpartner.