19. Mai 2012

AKTUELLES

Kreisverkehr für Todeskreuzung

Durch den Bau eines Kreisverkehrs soll eine „Todeskreuzung” bei der Autobahnabfahrt in Haag am Hausruck entschärft und die Zufahrt zum dortigen Betriebsbaugebiet verbessert werden. Das Projekt wird demnächst vorgestellt.

Auf der stark befahrenen Kreuzung der Rieder Straße (B 141) mit der Gaspoltshofener und der Gotthaminger Landesstraße unweit der Abfahrt von der Innkreisautobahn (A 8) kracht es immer wieder. Einige Tote und viele Schwerverletzte waren hier in den vergangenen Jahren zu beklagen. Durch die Autobahn nimmt der Verkehr hier noch weiter zu. Daher soll diese Gefahrenstelle durch einen Kreisverkehr entschärft werden. Gleichzeitig will man dadurch die Infrastruktur für das angrenzende 200.000 m2 große Betriebsbaugebiet wesentlich verbessern.

Das Kreisverkehrsprojekt wird von allen Gemeinderatsfraktionen unterstützt. „Die Baumaßnahme ist für unsere Gemeinde sehr wichtig. Schließlich haben wir eine eigene Autobahnabfahrt, die dadurch aufgewertet wird. Es gibt auch bereits mehrere Anfragen von Firmen, die sich für das Betriebsbaugebiet interessieren,” erklärt Haags Bürgermeister Anton Grausgruber. „Außerdem sind wir eine Einpendlergemeinde, so dass vom Kreisverkehr auch die Bewohner der angrenzenden Gemeinden profitieren.”

Die Kreisverkehrsanlage soll einen Außendurchmesser von 50 Meter erhalten. Der Vorentwurf aus der Landesbaudirektion wird am 12. Februar im Gemeindeamt erstmals dem Straßenausschuss, den Anrainern und Grundstücksbesitzern präsentiert. Bürgermeister Grausgruber: „Ich appelliere an die Vernunft aller Betroffenen, damit wir zu einer guten Lösung kommen. Wir wären froh, wenn wir im Sommer mit dem Bau beginnen könnten.” Straßenbaureferent LH-Stv. Franz Hiesl hat bereits grünes Licht signalisiert.

Über die Finanzierung des Bauvorhabens wurde allerdings noch nicht verhandelt. „Wahrscheinlich wird die Gemeinde 50 Prozent der Grundablösungen bezahlen müssen,” vermutet der Ortschef. „Durch die Ansiedlung von Betrieben kommen aber wieder Steuern herein.”