19. Mai 2012

LANDLER/IN DES MONATS

Sie gehört zur Weltelite der Mediendesigner


Auch wenn es herkömmliche Rollenbilder noch immer nicht so recht wahrhaben wollen: Frauen und Technik passen genauso zusammen wie Männer und Küche! Verena Lugmayr ist ein ebenso hübscher wie intelligenter Beweis dafür. Das Mädchen hatte nach ihrem HAK-Abschluss genug von Buchhaltung und Rechnungswesen. Auf der Suche nach dem optimalen Studium stieß sie auf Medientechnik und Mediendesign. „Die Technik hat Zukunft, und Gestalten tu’ ich gern,” kombinierte die Maturantin goldrichtig.

Gestalterische Tätigkeiten weckten schon immer das Interesse des kreativen Teenagers. Mit Malen, Zeichnen und Fotografieren ist Verena aufgewachsen. Weitere Hobbies sind Lesen, Tennis und Snowboarden. Als sich die junge Landlerin in der Fachhochschule Hagenberg einschrieb, „musste ich, was die Technik betrifft, bei null anfangen.” Verena schaffte den Sprung von null auf hundert. Nach drei Jahren hatte sie ihr Bakkalaureatsstudium beendet, im Juli schließt sie ihr Master-Studium „Digitale Medien” mit dem „Master of Science in Engineering” ab.

Die Tochter eines Finanzbeamten und einer Sprechstundenhilfe ist in der angenehmen Situation, dass sich schon jetzt Software-Firmen mit Jobangeboten einstellen. Der Grund dafür: Gemeinsam mit ihrer Studienkollegin Claudia Oster aus Hallein gewann Verena im Herbst bei der Informationstechnologie-Weltmeisterschaft unter Konkurrenten aus 100 Ländern die Kategorie „Interface Design”. Verena: „Zum Finale nach Seoul in Südkorea sind wir mit der Einstellung gefahren, Hauptsache Spaß zu haben.” Der Spaß wurde zum Riesenerfolg: Innerhalb von 24 Stunden entwickelten Verena und Claudia drei Computerspiele zur Verbesserung der Wahrnehmungsfähigkeiten von 4- bis 6-Jährigen. Dafür gab’s Platz 1 und 8.000 Dollar.

Dollars könnten auch ab Sommer Verenas Währung Nummer 1 sein. Die Meisterin der digitalen Gestaltung liebäugelt damit, ein bis zwei Jahre in den USA zu arbeiten. Viel Glück!