GESUNDHEIT
Ohne Rauch geht's auch

Mag. Wolfgang Rizy, Dreifaltigkeitsapotheke Grieskirchen
- 14.000 Menschen jährlich in Österreich an den Folgen des Rauchens sterben,
- der durchschnittliche Raucher in Österreich 7.000 Zigaretten pro Jahr konsumiert,
- sich die Lebenserwartung von Rauchern um etwa 20 Jahre verringert,
- schon 3 Zigaretten täglich das Herzinfarktrisiko um das Doppelte erhöhen,
- 20 % aller Krankenstände auf das Rauchen zurückzuführen sind,
- Raucher um ca. 40 % häufiger krank sind als Nichtraucher,
- Kinder rauchender Eltern sechsmal häufiger selbst zu Rauchern werden als Kinder, deren Eltern nicht rauchen,
- Raucher strahlen! Täglich 2 Packungen Zigaretten entsprechen pro Jahr einer Strahlenbelastung von etwa 250 Lungenröntgen.
Also, wie viele Gründe sollte man noch benötigen, um dem blauen Dunst den Kampf anzusagen. Das sind die Vorteile, die einen Raucher nach dem Ausstieg aus der Zigarettensucht erwarten. So geagiert der Körper nach 20 Minuten:
- Der Blutdruck sinkt auf normale Höhe.
- Der Puls sinkt auf normale Frequenz.
- Die Körpertemperatur von Händen und Füßen steigt auf normale Höhe.
Nach 8 Stunden: Der Sauerstoffspiegel im Blut steigt auf normale Höhe.
Nach 24 Stunden: Rückgang des Herzinfarktrisikos.
Nach 48 Stunden: Die Nervenenden beginnen mit der Regeneration. Die Geruchs- und Geschmacksstellen im Körper arbeiten verstärkt.
Nach 2 Wochen bis 3 Monaten: l Das Gehen wird leichter. Die Lungenfunktion verbessert sich um ca. 30 %.
Nach 1 bis 9 Monaten: Rückgang von Hustenanfällen, Abgespanntheit, Kurzatmigkeit und der Verstopfung der NasennebenhöhlenDie Lunge erholt sich und die Infektionsgefahr verringert sich. Die gesamten körperlichen Energiereserven erhöhen sich.
Nach 1 Jahr: Das zusätzliche Risiko der Verstopfung von Herzkranzgefäßen fällt auf die Hälfte des Risikos eines Rauchers. Um Rauchern das Entwöhnen zu erleichtern, gibt es eine breite Palette an Nikotindarreichungsformen. Diese sollten je nach „Rauchertyp” zur Anwendung kommen.
Das Scheitern einer Nikotin-Ersatztherapie liegt meist in der Unterdosierung der Präparate. Deshalb ist eine richtige und ausführliche Beratung unerlässlich, um die Angst vor falscher Anwendung oder Überdosierung zu verlieren. Auch bei hohen Nikotindosen sind keine ernsten Nebenwirkungen zu erwarten, das Ausbleiben der Entzugssymptome kann aber nur dann garantiert werden, wenn eine ausreichende Sättigung der Nikotinrezeptoren gegeben ist.
Die vorübergehenden Kosten einer Nikotin-Ersatztherapie sind auf Grund der steigenden Zigarettenpreise im Verhältnis gering.

