AKTUELLES
Trotz widrigster Umstände flog junger Kallhamer auf Platz 15
Viel Pech bei Modellflug-WM
Zuerst kam sein Modellfluggepäck mit zwei Tagen Verspätung in Argentinien an, dann gingen zwei Motoren kaputt. Trotz dieses Pechs flog Gerhard Mayr (22) aus Kallham nur haarscharf am Finale der Modellflug-WM vorbei und landete am sehr guten 15 Platz.
82 Teilnehmer aus allen Kontinenten waren nach Argentinien gekommen, um die Weltmeisterkrone in der Modellflugklasse F3A zu erobern. Gerhard Mayr aus Kallham und zwei Wiener vertraten Österreich. Vor dem Abflug nach Südamerika träumte Mayr von einem Platz im Finale der zehn Besten.
„Dieses Ziel habe ich ziemlich knapp verpasst,” war der 22-jährige nach seiner Rückkehr ein wenig enttäuscht. „Ich konnte mich nach den vier Grunddurchgängen als 21. für das Halbfinale qualifizieren. Dort gelang mir im 1. Durchgang der achtbeste Flug des Tages. Schließlich belegte ich den 15. Endrang.”
Tatsächlich wäre noch viel mehr möglich gewesen. Doch die WM stand für Gerhard Mayr von Anbeginn unter einem schlechten Stern. Den ersten Tiefschlag gab es gleich bei der Ankunft am Flughafen. Das Gepäck mit dem ganzen Sportgerät fehlte. „Die Kisten sind erst zwei Tage später angekommen. Sie sind zuerst in Frankfurt stehen geblieben und dann über London und Sao Paulo in Argentinien eingetroffen,” erzählt der Kallhamer.
Doch damit nicht genug. Mayr: „Weil ich meinen Sprit nicht nach Südamerika mitnehmen durfte, gingen zwei Viertakt-Motoren kaputt. Zum Glück hat der letzte Motor gehalten, doch das Fliegen mit ihm war etwas ungewohnt.”
Als 15. war Mayr der bestplatzierte Österreicher. Bei der WM 2009 in Portugal will der Pechvogel Revanche nehmen: „Dort fahren wir mit dem Auto hin. Da wird’s besser klappen.”

