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Pöttingerin fertigt die schönsten Puppen
Kunsthandwerk in Vollendung
Kostbarkeiten aus Porzellan: Antiquitäten der Zukunft!

Monika Würinger im Kreise ihrer Porzellanpuppen. Jedes Stück ist ein kostbares Unikat. Auf Wunsch fertigt sie auch ganz individuelle Modelle an. So verewigte sie beispielsweise Dr. Georg Spiegelfeld zu seinem 50. Geburtstag als Porzellanpuppe. Ihre Handwerkskunst vermittelt Monika Würinger in Kursen. Kauf- oder Kursinteressenten melden sich unter 07733/7286 (abends).
Aus einem Mädchen, das gerne mit Puppen spielte, wurde Oberösterreichs letzte Puppenmacherin. Im Atelier von Monika Würinger in Pötting spürt und sieht man, dass hier ein handwerklicher Schöngeist tätig ist. Wunderbare Porzellanpuppen von 5 bis 80 cm Größe reihen sich an originelle Teddys, herrlich bemalte Teegläser stehen neben originellem Christbaumschmuck, farbenprächtige Klosterarbeiten schmücken die Wände. Alles ist selbst fabriziert. Wo nimmt die berufstätige Mutter zweier Kinder bloß die Zeit her? „Mich zieht offenbar alles an, was viel Arbeit bedeutet,” lacht die 39-jährige.
Begonnen hat Monika Würingers Leidenschaft für das Kunsthandwerk vor 17 Jahren. Damals stellte sie Stoffpuppen her. Fünf Jahre später konzentrierte sich Würinger auf Porzellanpuppen. Hunderte hat sie davon schon gefertigt. An jeder arbeitet sie einige Wochen. Jede Puppe wird eigenhändig gegossen, geschliffen, akribisch bemalt und bis zu siebenmal gebrannt. Echtes Haar ist selbstverständlich, ebenso wie die selbst gefertigte Kleidung der Puppen, wobei ihr als Puppenschneiderin auch eine Freundin unter die Arme greift.
Zuletzt hat es Würinger auch in der Reproduktion antiker Puppen zur Meisterschaft gebracht. So hat sie „Bruder Ärgerlich” und seine Schwester (Bild oben links) perfekt „kopiert”. Das Original stammt aus dem Jahr 1910 und wurde für 14.000 Dollar versteigert. Monika Würingers „Bruder Ärgerlich” ist dagegen ein Schnäppchen. Er kostet 380 Euro. Insgesamt bewegt sich die Preispalette der entzückenden Puppen aus Pötting je nach Größe zwischen 100 und 650 Euro. Damit wird vorwiegend der Materialaufwand abgedeckt, die handwerkliche Kunst ist unbezahlbar, aber erlernbar. Dutzende Frauen und auch einige Männer hat Monika Würinger bereits im Puppenmachen unterrichtet.

